Zwischen Scheden und Jühnde

Ausflugstipp: Von Quelle zu Quelle wandern und Natur genießen

Der „Große Spring“ am alten Schedener Wasserhäuschen hat früher Scheden mit Trinkwasser versorgt. Er ist entlang des Quellenpfades zu finden.
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Der „Große Spring“ am alten Schedener Wasserhäuschen hat früher Scheden mit Trinkwasser versorgt. Er ist entlang des Quellenpfades zu finden.

Ferienzeit ist Ausflugszeit. In der Region gibt es zahlreiche spannende Ziele zu entdecken. Wir stellen sie in loser Reihenfolge vor. Heute: Der Quellpfad.

Scheden – Der Quellenpfad zwischen Scheden und Jühnde ist auf gut zu laufenden Wegen zu jeder Jahreszeit ein lohnender Ausflugs- und Wandertipp.

Im Sommer tragen die alten Obstbäume, die die Wegesränder teilweise säumen, leuchtende Früchte überwiegend alter Apfelbaumsorten, die wilden Wegränder versorgen Insekten und Falter mit Nahrung. Wird der Sommer sehr warm, bieten die Strecken auf den Waldabschnitten eine wunderbare kühle Atmosphäre. Während teilweise morgens Nebelschwaden in den Tälern wabern, entfaltet sich im Herbst ein abwechslungsreiches Farbspektrum von Feldmark und Wald entlang der drei Touren.

Aber schon bereits Frühling überrascht der Pfad nahe Scheden mit der „Blauen Wiese“. Einer eingezäunten Hangwiese mit alten Obstbäumen, auf der teilweise flächendeckend wilder Salbei mit seinem intensiven Blau blüht. Wie auch auf den „Schedener Wiesen“ unterhalb des „Hohen Hagen“, sind in diesem Gebiet der Erfolg von unterstützenden Maßnahmen zur Erhöhung der Population des Rotmilans zu beobachten.

Rote Milane, Schwarze Milane, Bussarde, Sperber und auch Falken sind dort regelmäßig zu Gast.

Quellpfad: Drei unterschiedliche Routen für Wanderer

Der Quellpfad kann auf drei unterschiedlich langen Routen bewandert werden. Die Einstiege sind in Jühnde oder Scheden, jeweils auf der alten Poststraße, die zwischen den beiden Orten verläuft. An den Wegesrändern finden die Wanderer die Quellen „Kleiner und großer Spring“, „Heiliger Born“, „Hungerbergquelle“, „Klagesborn“ und den „Rehbrunnen“. Sie sind mit Schautafeln versehen, die ihre geologischen Besonderheiten und Geschichte erklären.

Alte, teilweise sehr verwilderte Steinbrüche in denen einst Muschelkalk abgebaut worden ist und in denen man heute noch Versteinerungen findet, wie auch die Ruine der „Wüstungskirche Wetenborn“ liegen direkt an den jeweiligen Wanderrouten.

Am Start in Scheden steht eine große Schautafel mit den unterschiedlichen Wanderrouten und Verläufen des Quellpfades. Dieser ist entlang der Dorfstraße Richtung Meensen, gleich hinter der alten Eisenbahnbrücke auf der Wiese, die an der Einmündung „Hohen Hagener Weg“ liegt, zu finden.

Nach dem Start auf dem „Hohe Hagener Weg“, vorbei an zwei Hobbyimkern, die ihren „Schedener Honig“ anbieten, entlang der alten „Jühnder Straße“, liegt kurz hinter der Feldscheune der „Kleine Spring“. Gegenüber, im engen Tal am alten Schedener Wasserhäuschen, ist der „Große Spring“, der früher Scheden mit Trinkwasser versorgt hat, zu finden. In trockenen Sommern versiegt der Kleine Spring. Auch der Grundwasserspiegel sinkt.

Im Verlauf aller drei Wanderwege gelangen die Wanderer zur Quelle „Heiliger Born“. Diese Quelle wird seit Jahrhunderten zu Trinkzwecken genutzt, hinzu kommt, dass dem Quellwasser immer wieder wundersame Heileigenschaften zugesprochen werden. Auch heute noch sieht man Quellbesucher, die sich Wasserflaschen füllen, um sie mit nach Hause zu nehmen. (Margitta Hild)

Service: Eine Infobroschüre kann im Gemeindebüro Scheden nach telefonischer Absprache abgeholt werden. Tel.: 05546-283

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