SPD-Fraktion beantragt, Fördermöglichkeiten zu prüfen, um Bereich neu zu gestalten

Weg am Wall sanieren

Dransfeld. Die Strecke werde viel genutzt, sei aber in einem erbärmlichen Zustand: Der Weg am Wallgraben, von der unteren Bachstraße quer über die Lange Straße, am Alten Friedhof vorbei bis zur Straße Altes Dorf am Seniorenheim, solle neu- und umgestaltet werden, beantragt daher die SPD-Fraktion.

Die Verwaltung solle prüfen, welche Fördermöglichkeiten es dafür gebe. Ins Gespräch gekommen war dabei auch wieder die Städtebauförderung. Hatte es zunächst in der nicht-öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr (ASU) geheißen, es könnten keine neuen Projekte mehr aufgenommen werden, so legte Ulfert Eilers, SPD, andere Informationen in der Ratssitzung vor. Nach den Richtlinien der Städtebauförderung sei das schon möglich, es müsse allerdings Konsens herrschen und die neue Maßnahme dürfe keine zusätzlichen Kosten verursachen.

Unter diesen Vorzeichen nahm Bürgermeister Rolf Tobien den Antrag entgegen, um ihn auf die Tagesordnung der nächsten ASU-Sitzung zu nehmen.

Der Wallgraben und der Weg hätten durchaus historische Bedeutung, heißt es in der Begründung der SPD: Ursprünglich sei die Stadt Dransfeld von einer Wallmauer umgeben gewesen, an der im Westen der Stadt ein Bach floss. Nach dem Wegfall der Mauer habe sich auf beiden Seiten des Wallgrabens ein Grüngürtel entwickelt. Unmittelbar am Wallgraben befinde sich ein Weg, der von den Dransfeldern intensiv als Naherholungsgebiet genutzt werde.

Wichtiger Verbindungsweg

Er verbinde die beiden Dransfelder Schulen, das Behindertenwohnheim, das Senioreneim, die Stadthalle, zwei Sportplätze und Sporthallen, die angrenzenden Wohngebiete und die vielfältigen Infrakstruktureinrichtungen der Stadt miteinander. Der derzeitige Zustand des Weges sowie der Böschungen schränkten die Nutzung jedoch ein. Nur vereinzelt und wenn es unbedingt nötig war, sei bisher saniert worden.

Eine Sanierung solle die Belange der Naherholung berücksichtigen und den historischen Bezug zur alten Wallanlage wieder herstellen. Von der ursprünglichen Wallanlage sei nur noch der historische Klusturm – zwischen Lange Straße und Bachstraße – erhalten. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sei bereits angesprochen worden, dass die Sanierung des Bereichs Wallgraben mit dem Bach Auschnippe notwendig wäre. (tns)

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