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„Wechselbad der Gefühle“: Gut Wissmannshof leidet unter der Pandemie und dem Wetter

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Von: Clara Veiga Pinto

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Frank Wiegand, Golf-Manager beim Sport- und Golfresort Gut Wissmannshof, blickt positiv in die Zukunft und hofft, bald wieder in den Normalbetrieb einstiegen zu können.
Frank Wiegand, Golf-Manager beim Sport- und Golfresort Gut Wissmannshof, blickt positiv in die Zukunft und hofft, bald wieder in den Normalbetrieb einstiegen zu können. © Clara Pinto

Ein „Wechselbad der Gefühle“. So beschreibt Frank Wiegand, Golf-Manager des Sport- und Golfresorts Gut Wissmannshof, die vergangenen Monate.

Staufenberg – Wie alle anderen Gastronomiebetriebe und Hotels hat auch Gut Wissmannshof sein Restaurant und sein Hotel nur eingeschränkt öffnen können. „Das hat uns extrem wehgetan, denn wir leben von der Synergie von Hotel, Restaurant und Golfanlage“, sagt Wiegand.

Obwohl Gastronomie und Hotel lange Zeit geschlossen waren, durfte der Golfplatz öffnen. Bedingungen dafür waren, die lückenlose Registrierung der Gäste und die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln. „Beim Golf ist das Ansteckungsrisiko sowieso sehr gering, da man sich nicht so nahe kommt und an der frischen Luft ist“, sagt Wiegand. Und das kam bei den Mitgliedern des Golfclubs gut an.

Trotz Corona Golfbetrieb aufrecht erhalten

„Wir haben viel gutes Feedback bekommen. In der Coronazeit ist es wichtig, die Leute aus ihrem Trott zu holen“, betont der Manager. „Dass wir den Golfbetrieb aufrecht erhalten haben, wurde von den Gästen honoriert.“

Doch momentan hat das Sport- und Golfresort ein anderes Problem: das Wetter. Wegen der extremen Nässe ist der Golfplatz seit fünf Wochen geschlossen. „Es ist so rutschig, dass das Spielen eine erhebliche Verletzungsgefahr für unsere Gäste darstellen würde“, bedauert Wiegand. Außerdem regeneriere sich der Golfrasen erst ab fünf Grad.

„Ich habe noch nie erlebt, dass wir die Anlage so lange geschlossen halten mussten“, sagt der Golf-Manager. „Wir bräuchten mal drei bis vier Tage ohne Niederschlag, dann könnten wir wieder öffnen.“ Glücklicherweise habe wenigstens das Restaurant kürzlich wieder seine Türen für Besucher öffnen können.

Restaurant: Bessser frequentiert, als erwaretet

Dort gilt aktuell die 2-G-Regel. „Die Menschen kommen zum Mittagstisch. Wir werden besser frequentiert, als erwartet, aber es ist leider noch nicht genug.“ Trotz finanzieller Einbußen wegen fehlender Golf-Urlauber und Tagungen, blickt das Team des Golfclubs positiv in die Zukunft.

„Im vergangenen Jahr haben wir viel Zuwachs bekommen“, sagt Wiegand. Auch viele junge Menschen seien dazugekommen. Das klassische Klischee vom reichen, älteren Golfer sei nicht mehr zeitgemäß. „Golf ist mittlerweile etwas für jedermann.“

Auch zum Mitarbeiter-Team gehören mittlerweile viele junge Menschen. Frank Wiegand betont, dass Gut Wissmannshof davon lebe, dass Investor Hubert Landefeld „Herzblut und Enthusiasmus“ in das Projekt stecke.
„Er lebt dafür und das ist unser Glück.“

Gäste und Mitarbeiter sind optimistisch

Auch der Optimismus der Gäste von Gut Wissmannshof lässt Frank Wiegand und seine Kollegen mit Vorfreude auf die nächsten Monate blicken. „Man spürt die Aufbruchsstimmung. Ab Mai sind wir gut frequentiert und circa zu 70 Prozent ausgelastet“, sagt er.

Geplant für dieses Jahr sei einiges: Ein verglaster Anbau an das Hauptgebäude soll dieses Jahr realisiert werden. Außerdem wird im unteren Geschoss des Gebäudes ein Wellnessbereich gebaut. Auf dem Golfplatz wird sich auch einiges tun: Weitere Bahnen werden geplant und fertiggestellt.

„Wir freuen uns auf die kommende Saison und hoffen, dass es bald trockener wird“, sagt Toni Nicolai, Mitarbeiter auf Gut Wissmannshof. (Clara Pinto)

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