Staufenbergs Gemeindebrandmeister zieht Bilanz

Staufenberg Feuerwehr mit über 100 Einsätzen

Das Bild zeigt einen Feuerwehrwagen im Einsatz
+
Symbolbild Feuerwehr im Einsatz

13 Brände mussten die Staufenberger Feuerwehrleute 2021 bekämpfen. Hinzu kamen 51 Hilfeleistungen etwa bei Unfällen.

Staufenberg – Über 100 Mal ist die Staufenberger Feuerwehr im vergangenen Jahr ausgerückt.

Im Jahr zuvor hatte es 94 Alarmierungen gegeben. Im Jahresbericht für den Gemeinderat, der den Zeitraum bis Mitte Dezember umfasst, sind 102 Einsätze erfasst, hinzu kamen weitere vier in der Weihnachtswoche.

Von den 102 Alarmierungen waren 51 technische Hilfeleistungen, dazu zählen Einsätze bei Unfällen und Unwettern, 13 Mal rückten Feuerwehren zu Bränden aus. Es gab 21 Amtshilfen und neun medizinische Einsätze, acht Mal handelte es sich um Fehlalarme. In der Weihnachtswoche wurde die Feuerwehr zudem zu einem Unfall auf der Autobahn 7, einem Schornsteinbrand und zur Beseitigung einer Ölspur gerufen, zudem gab es einen Fehlalarm im Gewerbegebiet.

Staufenbergs Gemeindebrandmeister Dominic Fenske hob in seinem Bericht mehrere Einsätze besonders hervor, darunter zwei Brände, bei denen Menschen in Lebensgefahr waren. So erinnerte er an den Wohnungsbrand in der Straße „Hoborn“ in Landwehrhagen am Vormittag des 26. März. „Den ersteintreffenden Einsatzkräften zeichnete sich ein verheerendes Bild. Ein Zimmer im Erdgeschoss brannte bereits in voller Ausdehnung, während sich noch drei Personen im Gebäude befanden und von dichtem Brandrauch eingeschlossen waren.“ Unter dem Einsatz von Atemschutzgeräten sei es den Feuerwehrleuten gelungen, alle Personen, „teils schwer verletzt“, aus dem Haus zu retten.

Beim Wohnungsbrand Ende November in der Straße Herrenwiese in Uschlag schwebte eine ältere Frau in Lebensgefahr. Sie lag in ihrer verrauchten Wohnung, in der auf dem Herd Essen verbrannte. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr habe die Frau gerettet werden können. Auch auf den Gefahrstoffeinsatz Ende März in Landwehrhagen wies Fenske besonders hin. Bei der Reinigung eines Hausdachs in der Straße „Am Gansiegen“ war eine Chemikalie eingesetzt worden, welche laut Fenske „bei mehreren Anwohnern Atemwegs- und Schleimhautreizungen hervorgerufen hatte“. Zunächst sei unklar gewesen, worum es sich dabei gehandelt habe. Mithilfe des Gefahrstoffzuges des Landkreises Göttingen sowie einem Fachberater Chemie sei die eingesetzte Chemikalie schließlich als „Natriumhypochlorid“ identifiziert und entsprechende Maßnahmen abgestimmt werden. Unterstützt von der Drehleiter aus Hann. Münden sei dann das Dach gereinigt worden.

Auch außerhalb des Obergerichts waren Staufenberger Feuerwehrleute im Einsatz, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht. Nach den schweren Überschwemmungen im Sommer unterstützten einige Einheiten mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises mehrere Tage die Helfer im Raum Leverkusen in Nordrhein-Westfalen.

Die Feuerwehr Staufenberg besteht aus zehn Ortswehren mit 277 aktiven Mitgliedern, in den Jugendfeuerwehren engagieren sich 46 Mädchen und Jungen. Von Ekkehard Maass

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.