Freiwillige Feuerwehr

Weniger Einsätze: Feuerwehr Staufenberg zieht Bilanz für das Corona-Jahr 2020

Überflutung in der Gemeinde Staufenberg: In Dahlheims Ortskern heißt es "Land unter!"
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Überflutung in der Gemeinde Staufenberg: In Dahlheims Ortskern heißt es „Land unter!“. Dies war einer der Einsätze, der die Feuerwehr in Staufenberg in Atem hielt. Nun haben sie ihre Bilanz veröffentlicht. (Archivbild)

Feuer, Unfälle und Hochwasser. Trotzdem gab es für die Feuerwehrleute in Staufenberg 2020 weniger Einsätze als 2019. Wegen der Corona-Krise mussten aber auch einige Veranstaltungen ausfallen.

Staufenberg – Etwa halb so viele Einsätze wie 2019 hatte die Freiwillige Feuerwehr in Staufenberg im Corona-Jahr 2020. 94 Mal rückten die Feuerwehrleute aus, berichtet Pressesprecher Philipp Vogeley. Davon waren 18 Brandeinsätze, 49 technische Hilfen, zehnmal rückte die „First Responder Einheit“ aus und die restlichen Einsätze waren Fehlalarme. Bei der „First Responder Einheit“ handelt es sich um eine Einheit, die ausrückt, um Erste Hilfe zu leisten, so Vogeley.

Corona: Weniger Einsätze auf A7 wegen Lockdown

„Wir hatten ab April weniger Einsätze auf der A 7, da machte sich der Lockdown bemerkbar“, berichtet Vogeley weiter. Leider habe es 2020 zwei tödliche Unfälle auf der Autobahn gegeben diese gehörten zu den traurigen Höhepunkten des Jahres. Eine weitere „große Herausforderung“ sei der Böschungsbrand am 9. Mai an der Bahnstrecke zwischen Hann. Münden und Speele gewesen. Insgesamt waren dort 120 Feuerwehrleute verschiedener Wehren im Einsatz. Die sechs Brandstellen erstreckten sich über ein Gebiet von bis zu 10 000 Quadratmetern.

Hochwasser in Dahlheim (Staufenberg) hielt Wehren in Atem

Zudem hielt ein Hochwasser in Dahlheim die Männer und Frauen der eingesetzten Wehren im vergangenen Jahr in Atem. Im Juni trat aufgrund von heftigem Regen die Nieste über die Ufer und überschwemmte den Dorfkern. Dabei wurde auch das Feuerwehrhaus überflutet. Mittlerweile sei vor Ort alles wieder nutzbar, berichtet Vogeley.

Ab März hätten unter der Coronapandemie die kameradschaftlichen Aktivitäten gelitten. Besonders schmerzlich sei gewesen, dass der Tag der Feuerwehr im Juni ausfallen musste. Dort wäre sonst das 75. Bestehen der Feuerwehr Sichelnstein begangen worden.

Auch zahlreiche Vereinsaktivitäten wie Treffen, Kegeln, Wandern oder Ausflüge seien betroffen gewesen. Zudem hätten lange Zeit keine Übungen mehr stattfinden können. Seit Herbst sei man zu digitalem Unterricht via Videochat übergangen. „An den Mund-Nasenschutz hat man sich schnell gewöhnt“, bilanziert Vogeley.

Zahl der Feuerwehrleute in Staufenberg konstant

Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute bleibt mit 284 im Vergleich zum Vorjahr konstant. Zudem wurden zwei sogenannte Kleinlöschfahrzeuge (KLF) für die Wehren in Benterode und Nienhagen angeschafft. Leider sei deren Kauf in die Zeit des ersten Lockdowns gefallen, sodass es nicht groß gefeiert werden konnte. Weiterer mobiler Neuzugang ist ein Boot für Spiekershausen.

Im November 2020 fand zum ersten Mal eine Übung für Atemschutzträger in Sichelnstein statt, berichtet Feuerwehrmann Vogeley. Bei der Belastungsübung musste ein Parcours absolviert werden. „Das Übungsgelände in Potzwenden konnte nicht genutzt werden, die Atemschutzträger müssen aber ihre Leistung einmal im Jahr zeigen.“ Durch eine Regelung des Landes sei es möglich geworden, Belastungsübungen nach umrissenen Kriterien zu veranstalten. Mitglieder der Wehren von Escherode und Sichelnstein gehörten zu den ersten Absolventen.

Was sind die Wünsche, die die Feuerwehrleute aus Staufenberg für das Jahr 2021 haben? „Wenn es nach mir geht, noch weniger Einsätze als 2020 und zusätzlich kein Corona mehr“, antwortet Vogeley. (Jens Döll)

Auch die Feuerwehr der Samtgemeinde Dransfeld hat ihre Bilanz für 2020 veröffentlicht.

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