4 Großbrände

Weniger Einsätze, mehr Brände: Feuerwehren der Samtgemeinde blicken auf 2020 zurück

Ein Hilfeleistungs-Löschgruppen-Fahrzeug steht neben einer Drehleiter.
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Neue Fahrzeuge 2020: Thorsten Meyer (Ortsbrandmeister Scheden), Holger Kamm (ehem. Stellv. Gemeindebrandmeister), Carsten Degenhardt (neuer Stellv. Gemeindebrandmeister), Mathias Eilers (Samtgemeindebürgermeister), Karsten Beuermann (Gemeindebrandmeister), Ingo Volkmer (Stellv. Ortsbrandmeister Dransfeld) stehen zwischen dem neuen HLF aus Scheden und der neuen gebrauchten Drehleiter aus Dransfeld.

Zu 111 Einsätzen und damit 40 weniger als 2019 fuhren die Feuerwehren der Samtgemeinde Dransfeld 2020. Dafür hat sich die Zahl der Brände von elf auf 20 fast verdoppelt. Darüber informiert Sprecher Matthias Freter in einem Jahresrückblick.

Demnach waren die Ehrenamtlichen neben kleinen und mittleren Bränden bei vier Großbränden in Gebiet der Samtgemeinde zur Stelle: die Wohnhausbrände in Löwenhagen und Scheden, den Freiflächenbrand am Hohen Hagen und Waldbrand bei Bühren.

Die Coronapandemie hat auch die Jahresplanung der Brandschützer durcheinandergebracht. So standen 2020 einige Jubiläen an, deren Feier ausgeblieben ist. Die Jugendfeuerwehr Dransfeld wollte anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens den Kreisjugendfeuerwehrwettbewerb, die Ortsfeuerwehr Löwenhagen zum 70-jährigen Bestehen den Gemeindeleistungsvergleich ausrichten. 70 Jahre alt wurde die Ortsfeuerwehr Barlissen und 75 Jahre alt die Löschgruppe Varmissen.

Auch bei öffentlichen Veranstaltungen, wie Osterfeuern, der Tour d’Energie, dem Hasenmelkerfest und Kirmes, wären die Feuerwehren als Brandwache oder Verkehrssicherung dabei gewesen. Diese Einsätze fielen weg.

Bei Einsätzen mit Patientenkontakt und unklarer Infektionslage gelten höhere Anforderungen an den Eigenschutz. Das Foto zeigt Yannik Frees (links) und Kai Hensellek von der Ortsfeuerwehr Dransfeld bei einem Einsatz in Dankelshausen.

Genauso wie die meisten Aus- und Fortbildungsangebote. Im Januar bestanden noch 18 Frauen und Männer ihre Truppmannausbildung. Nach dem ersten Lockdown folgten für 16 Teilnehmer Atemschutz-, Sprechfunk-, Chemieschutz-, Absicherungs- und Maschinistenlehrgänge (2019: 57). Weiterführende Lehrgänge konnten 14 Feuerwehrmänner und -frauen wahrnehmen (2019: 37). So sind von 119 Atemschutzgeräteträgern aktuell 83 sowie 23 von 35 Chemieschutzträgern einsatzbereit.

Über eine neue Kinderfeuerwehr freuten sich die Imbser. Die „Feuerfüchse“ sind die neunte Kinderfeuerwehr in der Samtgemeinde. Neu sind ebenfalls das Hilfeleistungs-Löschgruppen-Fahrzeug der Schedener Wehr für 300 000 Euro und die gebrauchte Drehleiter der Feuerwehr Dransfeld für 77 800 Euro. Mit ihrer Drehleiter unterstützten die Dransfelder sieben Mal Feuerwehren in Nachbargemeinden.

Das Feuerwehr Jahr 2020 in Zahlen

Das neue Jahr steht bei den Feuerwehren in Niedersachsen nun unter dem Motto „Feuerwehr – Sicherheit zu jeder Zeit!“. Ab wann und in welcher Form Dienste stattfinden können, ist noch nicht absehbar, schreibt Matthias Freter.

4 Großbrände löschten die Feuerwehren 2020. Außerdem 3 Entstehungsbrände, 11 Klein- und 2 Mittelbrände.

9 “sonstige Einsätze“ umfassen Türöffnungen, Einsammeln von verletzten oder toten Tieren und die Befreiung eines Kindes aus einem Spielgerät. 2019 waren es 46 Einsätze.

36 Hilfeleistungseinsätze gab es. 12 davon waren wetterbedingt, wobei allein 8 auf das Sturmtief Sabine fallen. Bei 9 Verkehrsunfällen wurden 6 Verletzte gerettet. 2 Mal wurde Tragehilfe für den Rettungsdienst geleistet und 13 Ölverschmutzungen wurden beseitigt. 2019 waren es noch 67 Hilfeleistungseinsätze.

119 Atemschutzträger gibt es. Aktuell sind 83 davon einsatzbereit. Von den 35 Chemieschutzträgern sind 23 einsatzbereit.

676 Mitglieder zählen die Feuerwehren (-56). Das verteilt sich auf 84 Kinder (+6), 90 Jugendliche (+5), 350 Aktive (-4), 17 Musiker (-9) und 135 Alterskameraden (-54). Die Anzahl der weiblichen Mitglieder steigt: Kinderfeuerwehr: 51 Prozent, Jugendfeuerwehr: 43 Prozent und Aktive: 23 Prozent.

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