"Werk34" bietet Hilfe

Staufenberger handeln seit 30 Jahren mit Ersatzteilen

Alle Teile sind genau geordnet und katalogisiert: Florian Töpperwien zeigt das System.

Wer einen alten VW Bus oder Käfer sein Eigen nennt, wird früher oder später das eine oder andere Ersatzteil benötigen. Hilfe bietet das Unternehmen "Werk34" in Staufenberg. 

Bereits seit über 30 Jahren liefert das Unternehmen Ersatzteile für Volkswagen in alle Welt. Geschäftsführer Gerald Heussner ist seit 1988 dabei, Mitgründer Axel Stauber starb vor einigen Jahren.

Seit den Gründungstagen hat sich viel verändert: Das Unternehmen ist heute eine GmbH & Co KG. Gerald Heussner und sein Geschäftspartner Florian Töpperwien beschäftigen 28 Mitarbeiter, vom kaufmännischen Bereich, über den Karosseriebauer bis zum Grafiker. 

Insgesamt über 42 000 Teile sind bei ihnen gelistet. 16 000 Händler beliefern sie weltweit. 4000 Quadratmeter Lagerfläche gehören zum Betrieb.

Der Vertrieb laufe heute größtenteils über den eigenen Online-Shop. „96 Prozent des Geschäfts wird im Internet abgewickelt“, erklärt Gerald Heussner, über 400 Pakete würden pro Tag im Unternehmen abgefertigt.

Alle Teile sind genau geordnet und katalogisiert: Florian Töpperwien zeigt das System.

Und obwohl sie ungefähr 1000 Produkte selbst produzieren lassen, gibt es ihn immer noch, den klassischen Scheunenfund, zuletzt beispielsweise in Belgien, wo sie eine komplette Halle mit 7,5 Tonnen Ersatzteilen aufkauften.

 „Es begeistert uns nach wie vor, wenn wir ein seltenes Teil nach langer Suche beispielsweise im Ausland aufspüren, und damit Kunden glücklich machen“, schwärmt Heussner.

Unternehmen aus Staufenberg bekannt durch Facebook

Allein zwei Mitarbeiter seien damit beschäftigt, jedes einzelne Teil zu sichten, zu prüfen und schließlich für den Online-Shop zu katalogisieren. „Bei uns steht weniger das Tuning als der Erhalt der Autos im Vordergrund“, betont Heussner. 

Durch soziale Medien wie Facebook und den Austausch von Oldtimer-Enthusiasten in Internetforen, sei das Unternehmen weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. „Mittlerweile kommen die Söhne der Väter, die schon vor Jahrzehnten bei uns eingekauft haben zu uns“, freut sich Heussner. 

Ebenfalls stark sei das Unternehmen im Großhandel, Autohäuser und Zwischenhändler zählen laut Gerald Heussner zum Kundenstamm.

Suche nach Teilen im Ausland

Mit der Firma „oryxsolutions“ hat Florian Töpperwien ein zusätzliches Standbein geschaffen: Er hat sich auf die Ausrüstung von Expeditionsfahrzeugen spezialisiert. Die Idee sei ihm gekommen, da er für die Suche nach Teilen viel im Ausland unterwegs gewesen sei, unter anderem in Südafrika.

„Damit bediene ich eine Nische, die aber ein großer Markt geworden ist. „Sich in der Nische etablieren und dann Bestand haben ist entscheidend“, sagt Florian Töpperwien, der sich vor allem auf wassergekühlte Motoren wie beispielsweise beim Golf I und II spezialisiert hat.

Staufenberger regelmäßig beim Oldtimer-Treffen

Obwohl der Verkauf von Fahrzeugen nicht mehr zum Geschäft gehört, sind beide selbst große Oldtimer-Fans: „Ich fahre regelmäßig zu Treffen. Dort erfahre ich, was die Szene bewegt, und was nachgefragt wird“, sagt Gerald Heussner. 

In Europa sehr selten: ein VW Brasilia, der nur in Südamerika gebaut wurde.

Florian Töpperwiens neueste Erwerbung ist ein VW Brasilia, von dem es in Deutschland nur wenige Exemplare gibt. Das Auto wurde von 1973 bis 1982 in Brasilien und von 1974 bis 1982 in Mexiko gebaut. „Er ist zwar nicht besonders schön, dafür aber eine echte Rarität“, sagt Töpperwien schmunzelnd.

Oldtimerfans gibt es viele in der Region. Kürzlich haben wir über einen Hobby-Schrauber bei Northeim berichtet.

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