Zwischen Meensen und Hedemünden

Wertholzversteigerung im Raum Hann. Münden: Schätze an der Himmelsleiter

Mit Spezialtransportern: Fuhrunternehmer Sven Kumlehn aus Bevern bei Holzminden und Senior-Chef Karl Friedrich Kumlehn liefern die Stämme an.
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Mit Spezialtransportern: Fuhrunternehmer Sven Kumlehn aus Bevern bei Holzminden und Senior-Chef Karl Friedrich Kumlehn liefern die Stämme an.

Wertholz wird im Raum Hann. Münden versteigert. Am Wertholzlagerplatz Himmelsleiter zwischen Meensen und Hedemünden lagern die Schätze.

Hedemünden/Meensen – Fast 20 Meter lang und in der Stammmitte noch über 80 Zentimeter dick: Diese gewaltigen Maße weist eine mächtige Douglasie auf, die jetzt auf dem Wertholzlagerplatz Himmelsleiter zwischen Meensen und Hedemünden angeliefert wurde – der vermutlich mächtigste Stamm auf der bevorstehenden Versteigerung.

Wertholz im Landkreis Göttingen versteigert

Der Stamm aus den Landesforsten in Niedersachsen, genauer gesagt aus dem Forstamt Grünenplan, ist mit seinen über zehn Festmetern Holzvolumen so schwer, dass Fuhrunternehmer Sven Kumlehn aus Bevern bei Holzminden mit seinem Lkw-Kran den Stamm nicht allein bewegen konnte.

Unser Bild zeigt Fuhrunternehmer Sven Kumlehn aus Bevern bei Holzminden und Senior-Chef Karl Friedrich Kumlehn, die jetzt Douglasien- und Lärchenstämme angeliefert haben

Senior-Chef Karl Friedrich Kumlehn, der wertvolle Lärchenstämme zum Lagerplatz anlieferte, musste mit seinem Kran zusätzlich helfen. Gemeinschaftlich wurde der gewaltige Baumgigant auf den bereitliegenden Lagerhölzern abgelegt. Und zwar behutsam, denn für eine verlässliche Bewertung des Stammes durch interessierte Kaufinteressenten ist es wichtig, dass die Rinde des Baumes so wenig wie möglich beschädigt wird. In den nächsten Tagen werden noch weitere Sahnestücke aus den Wäldern angeliefert werden. Der Lagerplatz Himmelsleiter hat seinen festen Platz im Verzeichnis der Holzeinkäufer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland. Dort lagern sowohl die wertvollsten Nadelholzstämme aus der Region – vor allem Douglasie und Lärche – als auch in einem anderen Bereich die besten Eichenstämme.

Holz geht an den Meistbietenden

Am 9. Februar kommen dann die Nadelhölzer in der Submission „Oerrel“, die Eichen dann zum 2. März in der Submission „Eiche zwischen Ems und Elbe“ unter den Hammer. Wobei „Hammer“ das falsche Wort ist: Vielmehr werden die Stämme nach einem schriftlichen Meistgebot versteigert.

Auf einer weiteren Veranstaltung, der sogenannten Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission, werden von den Landesforsten gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf den Lagerplätzen Suterode und Liebenburg sowie Vogelbeck weitere Eichen sowie Edellaubhölzer versteigert wie Kirschen, Ahörner, Eschen, Nussbäume und Elsbeeren.

Mächtige Douglasien- und Lärchenstämme wurden jetzt an den Wertholzlagerplatz Himmelsleiter zwischen Meensen und Hedemünden zur Versteigerung angeliefert.

Ziel der Submission auf Lagerplätzen ist, durch eine Bündelung der Wertholzstämme auf zentralen Plätzen ein attraktives Verkaufsangebot zu schaffen, die die Holzkäufer aus dem weiten Umkreis anlocken – und somit auch hohe Erlöse für das jahrzehntelang in den Wäldern gepflegte Wertholz.

Interessenten können auf dem Platz vorab alle Stämme begutachten und dann darauf bieten. Der Meistbietende erhält nach der Gebotseröffnung den Zuschlag für das Holz.

Auf den Plätzen lagern gewaltige Werte: Im vergangenen Jahr kostete die teuerste Eiche 1499 Euro pro Festmeter (Fm), die teuerste Douglasie 284 Euro/Fm sowie die teuerste Lärche sogar 489 Euro/Fm. (Christian Mühlhausen)

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