Jagdpächter übt Kritik

Windflächen bei Lutterberg: Fehler bei Schutz-Zonen für Rotmilane?

+
Hat Brutstätten auch in Staufenberg: Der Rotmilan.

Lutterberg. Wurden bei den Plänen für einen Windpark bei Lutterberg die Rotmilane vergessen? Geht es nach Wolfgang Arend, Jagdpächter aus Lutterberg, dann fällt die Antwort klar aus: Dass die unter Schutz stehenden Rotmilane in der Nähe nisten, sei nicht berücksichtigt worden.

Für den Jagdpächter aus Lutterberg, ist klar: Die Milanstudie des Landkreises Göttingen zum Vorkommen des Raubvogels in Staufenberg ist fehlerhaft, zumindest für das Gebiet bei Lutterberg, das als Windvorrangfläche vorgesehen ist.

Nicht erfasst seien zwei Milanhorste, die in einem Waldstück zu finden sind, das unmittelbar an die vorgesehene Windparkfläche angrenzt. Damit sei die gesamte Planung in Frage gestellt, so der 69-jährige Jäger.

Lesen Sie auch:

- Bei Lutterberg: Zwei Unternehmen buhlen um Windflächen

Denn würde man um diese beiden oder auch nur um einen dieser Bäume den vom Landkreis selbst vorgesehenen Sicherheitsradius zum Schutz der Tiere von 1250 Meter ziehen, würde so gut wie das gesamte Windvorrangebiet überdeckt.

Eine Brutstätte des gefährdeten Raubvogels gilt als Tabukriterium für Windkraftanlagen. Der Landkreis Göttingen hat deshalb bei der Planung von Windvorrangflächen um Milanhorste die Sicherheitszonen von 1250 Meter gezogen. „Entweder gibt es eine Regel, oder es gibt keine“, sagt Arend dazu und fordert, dass der Landkreis beide Horste in seine Erfassung der Milanbestände mit aufnimmt. Die Brutstätten seien auch nicht nach der im Jahr 2012 erstellten Milanstudie entstanden, sondern es gebe sie seit vielen Jahren, und sie würden immer wieder von Milanpaaren genutzt.

Von Ekkehard Maaß

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.