200 Meter hohe Anlagen

Bürgermeister Burhenne: „Windkraftpläne sind Generalangriff des Landes Hessen“

Der geplante Windpark oberhalb von Hann. Münden: 17 Windräder sollen nach den aktuellen Plänen des Regierungspräsidiums Kassel auf dem Bergkamm über der Stadt entstehen können. Diese Visualisierung der Stadt Hann. Münden zeigt den Blick von der Straße Schöne Aussicht in Münden. Montage: Stadt Hann. Münden

Hann. Münden. Hann. Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne hat mit klaren Worten die Pläne des Regierungspräsidiums Kassel für einen Windpark mit 200 Meter hohen Anlagen im Reinhardswald oberhalb von Hann. Münden zurückgewiesen.

„Das ist ein Generalangriff auf Hann. Münden seitens Hessen“, sagte der Verwaltungschef mit Blick auf die aktuellen Entwürfe für Windvorrangflächen des Regierungspräsidiums (RP) Kassel. „Das ist nicht akzeptabel, weil es die Zukunft unserer Stadt verspargelt.“

Nach Angaben von Stadtplaner Siegfried Pflum seien derzeit auf dem Bergkamm zehn Windräder vorgesehen, sieben weitere dahinter. Von der Stadt her deutlich zu sehen, seien besonders die zehn Anlage auf dem Kamm. Der Abstand zur historischen Altstand betrage 1300 Meter, zur Tillyschanze nur rund 700 Meter. Auch die Bewohner von Gimte werden die Räder deutlich am Horizont sehen. Der Abstand zum Ortsrand dort liegt bei rund 1500 Metern.

Bürgermeister Burhenne fordert von den Hessen, dass mindestens ein Abstand von 3000 Metern zur Landesgrenze und damit zu Hann. Münden eingehalten wird. Bei dieser Forderung habe er sich auch daran orientiert, dass das RP Kassel die Fläche um die Sababurg mit einem Radius von 2000 bis 2500 Metern von Windrädern freihält, weil die Burg als überregional bedeutsames Baudenkmal und Naherholungsziel eingestuft werde. Was für die Sababurg gilt, müsse auch für Hann. Münden gelten, so Burhenne. Die gesamte Altstadt sei ein Baudenkmal, das von vielen Gästen besucht werde.

Kein Gehör gefunden 

Die Stadt Hann. Münden habe ihre Einwände bereits im Mai vergangenen Jahres an das RP in Kassel gerichtet, sei aber nicht auf Gehör gestoßen. Im aktuellen Entwurf werde an den Plänen weiter festgehalten.

Von Ekkehard Maaß

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