Winterreifen: Werkstatt vor Dauerstress

Fit für den Winter: Der stellvertretender Chef von Heiko’s Autoservice in Hann. Münden, Michael Trapp, hat schon bei einigen Autos die Winterreifen aufgezogen. Den großen Ansturm erwartet er aber für die Zeit von Mitte bis Ende Oktober. Foto: Beck

Altkreis Münden. Die ersten Autofahrer haben bereits Winterreifen aufziehen lassen. Den großen Ansturm erwarten die Werkstätten für die Zeit von Mitte bis Ende Oktober. Es wird keine zwei Wochen mehr dauern, bis in der Werkstatt von Heiko’s Autoservice ein Sturm losbricht. „Aber darauf sind wir vorbereitet“, sagt Michael Trapp.

Der stellvertretende Chef der Firma weiß, was ihn und seine Kollegen in Kürze erwarten wird: „Jeden Tag weit über 15 Autos.“ Und das nur allein zum Reifenwechsel.

So wie Michael Trapp und seinen Kollegen geht es den meisten Kfz-Werkstätten Deutschlands im Oktober.

Getreu der Faustformel „Von O bis O“ werden im Oktober die Sommer- gegen Winterreifen ausgetauscht. „Wichtig ist, dass mit dem Reifenwechsel nicht zu lange gewartet wird“, sagt Trapp. Spätestens sollte ein Wechsel erfolgen, wenn die Temperaturen nur noch bei sieben Grad liegen.

„Aber grundlegend sollte lieber früher als später gewechselt werden“, sagt Trapp, der dem Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, Jörg Arnecke, aus der Seele spricht: „Autofahrer sollten schnellstmöglich Termine vereinbaren, damit es nicht zu lange dauert, bis die Reifen montiert sind und man auf einen plötzlichen Kälteeinbruch vorbereitet ist.“

Trapp und Arnecke berichten im einhelligen Tenor über die Wichtigkeit der Reifen. „Die sind die Lebensversicherungen eines jeden Autofahrers“, sagt Trapp.

Arnecke: „Daher sollten nur unbeschädigte Winterreifen benutzt werden, die zudem nicht älter als sechs Jahre sind.“ Denn ältere Reifen würden ihre Eigenschaften verlieren und sich negativ auf den Bremsweg und die Straßenhaftung auswirken können. Des Weiteren warnt Trapp vor dem Billig-Kauf im Internet. „Oft sind die Reifen mehrere Jahre lang gelagert - somit also alte Reifen, auch wenn die noch nicht gefahren wurden.“ Besondere Vorsicht sei auch vor „runderneuerten Reifen“ geboten. Diese seien oft schlecht verarbeitet und könnten schnell kaputt gehen.

Zudem rät er zu einer Profiltiefe von mindestens vier Millimetern, statt der in der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung vorgeschriebenen Mindestgröße von 1,6 Millimetern. „Bessere Haftung“, lautet hierbei das Zauberwort.

Diese sollte laut Trapp gleich beim Reifenwechsel immer kontrolliert werden Auch Kühlflüssigkeit, Scheibenfrostschutz und die Batterie sollten bei einem Check genau unter die Lupe genommen werden.

Von Nico Beck

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