200 Tage im Jahr unterwegs

Mit dem Wohnmobil unterwegs: Die Ackermanns trotzen der Kälte

Keine Angst vor Kälte: Elisabeth und Tom Ackermann verbringen einige Nächte in ihrem Wohnmobil auf dem Stellplatz in Hann. Münden. Foto: Schröder

Hann. Münden. Es ist ungemütlich und kalt. Die Temperaturen stürzen auf Minusgrade im zweistelligen Bereich. Dem Ehepaar Ackermann machen die frostigen Temperaturen jedoch nichts aus. Elisabeth (75) und Tom Ackermann (72) stehen mit ihrem Wohnmobil auf dem Wohnmobilstellplatz Hann. Münden.

 „Ich mache mir keine Sorgen“, sagt Tom Ackermann. Das Wohnmobil sei bereits das dritte und sehr komfortabel. „Es hat einen doppelten und beheizten Boden. Gas ist genügend vorhanden. Falls das nicht reicht, zieht man sich etwas wärmer an.“

„Das Reisen hilft uns, weiterzuleben. Mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, bedeutet neue Pflichten zu haben.“

Bereits seit sechs Wochen ist das Ehepaar unterwegs. Luxemburg, Belgien und Saarland und das Rheinhessische Hügelland lagen unter anderem auf ihrer Reiseroute. Seit drei Nächten sind die Ackermanns nun in Hann. Münden. Danach soll es so langsam in Richtung Heimat nach Trendelburg gehen.

200 Tage im Jahr auf Reisen

„Es ist aufwändiger, im Winter oder Herbst zu reisen. Man braucht sehr viel mehr Kleidung als im Sommer“, erzählt Tom Ackermann. Doch das Reisen im Winter habe auch viele Vorteile. „Wir haben es sehr gern ruhig. Auf den Stellplätzen ist weniger los und man hat viel Platz.“

An mindestens 200 Tagen im Jahr unterwegs: Elisabeth und Tom Ackermann reisen seit Jahren mit ihrem Haus auf vier Rädern. 

Trotz Aufwand lassen sich die Ackermanns nicht von den Reisen mit ihrem „kleinen Haus auf vier Rädern“ abhalten. 200 Tage im Jahr sind sie seit ihrer Rente unterwegs. „In manchen Jahren sogar mehr“, fügt Elisabeth Ackermann hinzu.

Auch als beide noch berufstätig waren, ging es mit dem Wohnmobil in die Ferien, die Kinder immer mit dabei. „Heute sind sie erwachsen und fahren immer noch zu den Orten, die wir damals besuchten“, erzählt Elisabeth Ackermann.

„Wir haben mit einem VW-Bus und Zelten angefangen. Eine klassische Karriere“, sagt Tom Ackermann und lacht. Sogar ihr Haus in Ahnatal hat das Ehepaar vor zweieinhalb Jahren verkauft. „Das war sehr schmerzhaft, aber es lohnt sich nicht, wenn man so viel unterwegs ist. Haus und Garten müssen gepflegt werden und dafür fehlte uns die Zeit. Wir sind ja ständig unterwegs“, sagt Tom Ackermann. Wenn sie nicht auf Reisen sind, leben sie in ihrer Mietwohnung in Trendelburg.

Die meisten ihrer Reisen machen die Ackermanns in Deutschland. Oft im Norden, an der Nord- oder Ostsee. Hin und wieder geht es auch nach Luxemburg, in die Niederlande oder nach Dänemark.

Neue Pflichten

„Das Reisen hilft uns, weiterzuleben. Mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein bedeutet, neue Pflichten zu haben“, sagt Elisabeth Ackermann. Außerdem entdecken sie gerne neue Orte, erkunden die Natur und lernen neue Menschen kennen.

Nur in Richtung Süden, etwa nach Spanien, sind die Ackermanns noch nicht gefahren. Tom Ackermann sagt schmunzelnd: „Auch wenn es dort warm ist und hier auf dem Tanzwerder kalt - noch bleiben wir hier.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.