Bernd Demandt plant neue spektakuläre Aktion zum Denkmal-Kunst-Festival – Heute Abend Info-Treffen

In zehn Tagen zum Künstlerhaus

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Das ausgeguckte Objekt: Das Fachwerkhaus an der Brandlücke (links) in der Speckstraße. Der Eigentümer versucht seit längerem, es loszuwerden, wie ein Fensterschild verrät – notfalls „fast geschenkt.“

Hann. Münden. Einen leer stehenden Fachwerkbau rund um die Uhr so zu sanieren, dass in nur zehn Tagen ein Künstlerhaus mit Atelier, Galerie und Appartements entsteht: Käme diese Idee nicht von Bernd Demandt (Bild), würde man sich wahrscheinlich an die Stirn tippen.

Der Denkmalaktivist, Gastronom und Kopf der exquisiten Mündener Festival-Reihe „Denkmal! Kunst –Kunst Denkmal!“ hat jedoch mehr als einmal bewiesen, dass er scheinbar verrückte Aktionen zum Erfolg führen kann. Entsprechend gespannt darf man auf ein spektakuläres Projekt sein, das dem 4. Denkmal-Kunst-Festival im Spätsommer 2013 eine neue Dimension verleihen könnte und das am Donnerstag öffentlich gemacht wird.

Um 19 Uhr beginnt im Café Aegidius (ehemals Ägidienkirche) eine Versammlung, dessen Thema sein wird: „Mündener Bürger schaffen in Eigeninitiative ein Künstlerhaus, das dauerhaft für heimische, nationale und internationale Künstler zur Verfügung steht und wo Maler, Bildhauer usw. ähnlich wie bei den bisherigen Stadt-Sommer-Ateliers arbeiten und wohnen können.“

Mit dem heutigen Treffen werden im ersten Schritt Freiwillige aus Stadt und Umland gesucht, die sich vorstellen könnten, sich für diese Aktion während der Festivalzeit zu engagieren. So muss das ausgeguckte Gebäude – angrenzend an die Brandlücke in der Speckstraße – zunächst erworben werden, etwa über eine zu gründende Genossenschaft. Zeitraum der Sanierung werden die Festivaltage zwischen der Eröffnung (27. September 2013) und der Abschlussveranstaltung (6. Oktober 2013) sein, und zwar durchgehend Tag und Nacht. Dazu braucht es handwerklich geschickte Mitarbeiter (stunden- oder tageweise oder während Nachtschichten), Materialspenden, Bereitstellung eines Containers, Verpflegung des Bauteams und was sonst noch alles für eine Gebäudesanierung notwendig ist. Parallel dazu soll ein Kunstverein mit Kunstschaffenden aus der Dreiflüsseregion gegründet werden, der möglicherweise als künftiger Träger der Einrichtung auftritt.

Über all diese Fragen möchte Bernd Demandt heute Abend mit interessierten Mitbürgern reden. „Mir ist natürlich klar, dass dies alles zunächst mal völlig durchgeknallt klingt“, sagt Demandt selbst in gewohnter Unverblümtheit. „Aber wenn es uns gelingt, gemeinsam Wege zu finden, dieses Projekt umzusetzen, dann wird es uns und unserer Stadt bundesweite Aufmerksamkeit sichern.“ Kontakt mit Rundfunk- und Fernsehsendern hat der umtriebige Mündener bereits aufgenommen.

Als Aktion während des Denkmal-Kunst-Festivals könnte die Sanierung sogar gar den Chrakter einer eigenständigen und international mitzuverfolgenden Performance bekommen: Mit Hilfe von Webcams, deren Bilder von den Ereignissen auf der Baustelle live ins Internet gestellt werden. (asc)

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