Im Zeichen der drei Bäche

Enthüllung des Gedenksteins am Dröppelborn

+
Am Lippoldshäuser Stein: Der Vorsitzende des FC Lippoldshausen, Sven Lokoschat, Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener, der ehemalige langjährige Vorsitzende des Vereins, Andreas Thon, Ortsbürgermeister Gerd Hujahn und Pastor Andreas Ohlemacher mit seinen Söhnen Thomas und Simon (von links) nach der Enthüllung des Lippoldshäuser Steins.

Lippoldshausen. Mit einem Fest feierte Lippoldshausen die feierliche Enthüllung des Gedenksteins am Dröppelborn, wo Eulenbach und Lippoldshäuser Bach sich zum Ilksbach vereinen.

„Wo diese zwei Bäche zusammenfließen, wollen wir innig unsere Heimat genießen. So wie sich die Bäche untrennbar finden, soll unsere Gemeinschaft sich weiter binden. Hierfür soll er ewig Erinnerung sein, unser stolzer Lippoldshäuser Stein.“

Bei den zwei Bächen handelt es sich um den Eulenbach und den Lippoldshäuser Bach, die zum Ilksbach zusammenfließen, zwischen den Straßen Kleine Gemeinde und Im Ilkstal. Dort wo auch der „Dröppelborn“, auf Hochdeutsch Tröpfelbrunnen steht.

Der Lippoldshäuser Stein ist ein Geschenk vom Ortsrat Lippoldshausen, der damit die Arbeit des Fußballclubs (FC) Lippoldshausen würdigt, der sich seit 30 Jahren vorbildlich um den Dröppelborn kümmert. Der Spruch, eigens für den Zusammenfluss der beiden Bäche zum Ilksbach gedichtet, steht eingraviert am Lippoldshäuser Stein, der direkt am Ort des Zusammenflusses steht und am Pfingstwochenende enthüllt wurde.

Nur tröpfchenweise

Die Inschrift: Der Zusammenfluss von Eulenbach und Lippoldshäuser Bach wird als Zeichen der Dorfgemeinschaft gesehen.

Der Name Dröppelborn kommt daher, dass das Wasser aus dem Brunnen nur tröpfchenweise ans Tageslicht gelangt. Vor 30 Jahren hatten die Mitglieder des Fußballclubs die Patenschaft für den Dröppelborn übernommen, ihm ein Dach gebaut und sich außerdem bereit erklärt, sich auch um das Gelände rund um den Brunnen, das zum damaligen Zeitpunkt stark verwildert war und von vielen als Platz zur Entsorgung von Gartenabfällen genutzt wurde, zu kümmern. Zwei Mal im Jahr findet seitdem ein Arbeitseinsatz statt. In den vergangenen Jahren wurde die kaputte Einfassung der Quelle mit Natursteinen wieder aufgemauert, der Wanderweg mehrfach geschottert, der Handlauf erneuert und eine Bank, auf der Wanderer eine Rast einlegen können, aufgestellt.

Segen für Gemeinschaft

Zur Feier des Tages waren über 150 Besucher zum Dröppelborn gekommen, um gemeinsam zu feiern. Es gab Plattenkuchen aus dem Holzofen, auf die Kinder warteten Geschenke, die Jagdhornbläser aus Meensen sorgten für Musik, und Pastor Andreas Ohlemacher segnete den Stein, betonte aber: „Vor allem mögen alle Treffen, die hier in den kommenden Jahren stattfinden werden, gesegnet sein“, so der Pastor.

Denn die Vereine würden so viel leisten, und er wisse genau, wie schwierig es in der heutigen Zeit sei, „Werte und Gemeinschaftssinn von Generation zu Generation weiter zu geben“, sagte Andreas Ohlemacher. (zwh)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.