Kreistag befürwortet Planung eines neuen Standorts

Neue Zentrale für die Feuerwehren im Landkreis Göttingen geplant

Die Feuerwehren im Landkreis Göttingen sollen eine neue Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) bekommen. (Symbolbild)
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Die Feuerwehren im Landkreis Göttingen sollen eine neue Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) bekommen. (Symbolbild)

Der Landkreis Göttingen soll eine neue Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) bekommen. Den Planungsbeginn für einen Neubau hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung in Osterode beschlossen.

Landkreis Göttingen – Die Beschlussvorlage wurde bei einer Stimme Enthaltung verabschiedet. Für die Planungen würden investiv 100 000 Euro außerplanmäßig im Haushaltsjahr 2020 zur Verfügung gestellt, heißt es in der Beschlussvorlage. Dagegen solle eine Ertüchtigung der Feuerwehrtechnischen Zentralen an beiden bereits vorhandenen Standorten in Katzenstein bei Osterode und in Potzwenden nicht weiter verfolgt werden, da die Frage des Standortes vorrangig vor einer wirtschaftlicheren Lösung zu betrachten sei. Laut Landkreis weisen die bestehenden Standorte „strukturelle und bauliche Defizite auf“. Vieles entspreche schon seit Längerem nicht mehr den technischen Normen und Sicherheitsanforderungen.

Nach der Abstimmung über die neue FTZ hat der Kreistag im nicht öffentlichen Teil der Sitzung eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Landrat Bernhard Reuter (SPD) einstimmig zurückgewiesen. Sie war im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der FTZ eingereicht worden. Der Beschwerdeführer habe zunächst in Schreiben an das Innenministerium, die Presse und schließlich auch an die Kreisverwaltung Vorwürfe gegen den Landrat erhoben. So soll der Beschlussvorschlag zur Planung einer neuen FTZ gegen den Gebietsänderungsvertrag der Kreisfusion aus dem Jahr 2013 verstoßen, den ehrenamtlichen Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren behindern, deren Einsatzbereitschaft „total in Frage stellen“ und „völlig zerstören“. Mit seiner Unterschrift unter die Vorlage habe der Landrat seine Amtspflichten verletzt, so zitiert der Landkreis aus der Beschwerde. Die rechtliche Prüfung habe diese Vorwürfe in allen Punkten widerlegt, teilte der Landkreis mit. Die fachliche Beurteilung habe ergeben, dass die zentral gelegene, moderne FTZ das Ehrenamt entlasten und deutlich attraktiver machen soll. Ein persönliches Fehlverhalten sei dem Landrat nicht vorzuwerfen.

Von Thomas Schlenz

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