1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden

Zivilschutz im Landkreis Göttingen: Funktionieren die Sirenen am Warntag?

Erstellt:

Von: Thomas Schlenz

Kommentare

Beim Warntag 2020 waren vielerorts keine Sirenen zu hören. Die CDU-Fraktion im Kreistag hat nun beim Landrat angefragt, wie die Vorbereitungen zum Warntag in diesem Jahr laufen (Symbolbild).
Beim Warntag 2020 waren vielerorts keine Sirenen zu hören. Die CDU-Fraktion im Kreistag hat nun beim Landrat angefragt, wie die Vorbereitungen zum Warntag in diesem Jahr laufen (Symbolbild). © Thomas Thiele

Am 08.09.2022 ist wieder bundesweiter Warntag. Ist der Landkreis Göttingen dieses Mal besser vorbereitet? Dazu Fragen und Antworten.

Landkreis Göttingen – Der Warntag 2020 war im Landkreis Göttingen, wie vielerorts in Deutschland, ein Fiasko. Statt heulender Sirenen blieb es größtenteils still. Die CDU-Fraktion im Göttinger Kreistag hat nun eine Anfrage an den Landrat gestellt, wie es um die Sirenen am kommenden Warntag am 08.09.2022 steht. Fragen und Antworten.

Wie steht es um ein flächendeckendes elektronisches Sirenensystem im Landkreis?

Im Landkreis Göttingen verfügt derzeit keine Kommune über eine elektronische Sirene. Bei den noch betriebenen Sirenen handelt es sich um mechanische Sirenen, deren Ton durch eine drehende Trommel erzeugt wird. Es gibt in den Kommunen Adelebsen, Bovenden, Dransfeld, Friedland, Gleichen, Gieboldehausen, Hann. Münden, Radolfshausen, Rosdorf, Staufenberg und Walkenried noch betriebsbereite mechanische Sirenen, die mit einem digitalen Sirenensteuerempfänger ausgestattet sind. Hierdurch kann von der Kommunalen Regionalleitstelle der Feueralarm ausgelöst werden. Zur Verbesserung der Warnung der Bevölkerung vor Gefahren hat der Landkreis den Gemeinden angeboten, die vorhandenen Sirenen aufzuwerten oder umzuprogrammieren, damit die verschiedenen Warnmöglichkeiten ausgelöst werden können.

Inwieweit beteiligt sich der Landkreis an den Kosten für ein flächendeckendes Warnsystem durch Sirenen?

Da es derzeit noch kein ganzheitliches Konzept für die Warnung der Bevölkerung durch Sirenen im Landkreis gibt, konnte noch keine Förderung in Anspruch genommen werden. Die aktuellen Förderprogramme des Bundes oder des Landes haben hohe Voraussetzungen an die Förderung für die Gemeinden. Der Landkreis unterstützt die kreisangehörigen Kommunen und gibt die Förderanträge an das Land weiter. Förderzusagen haben sich noch nicht ergeben.

Inwieweit beteiligt sich der Landkreis an der Wiederaktivierung der Sirenenausstattung der Städte und Gemeinden?

Der Landrat gibt an, dass er vom Bund und Land Programme zur finanziellen Unterstützung erwartet, da es von dort jederzeit genauso möglich sein sollte, die Bevölkerung zu warnen. Außerdem ist es dem Landrat wichtig, für den Fall einer Katastrophe ein klares Warnkonzept und ein funktionierendes Warnsystem vorzuhalten. Zu diesem Zweck will der Landrat ermitteln, mit welchen Warnmitteln eine möglichst flächendeckende Erreichbarkeit der Bevölkerung im Katastrophenfall ermöglicht werden kann. Laut Landrat bringt sich der Kreis ein, die vorhandenen Sirenen zu programmieren und technische Bauteile, die auf Kosten der Gemeinden beschafft werden müssen, einzubauen. Für diese Arbeiten ist die Feuerwehrtechnische Zentrale zuständig.

Wie sieht es mit alternativen Warnsystemen aus?

Die Kreisverwaltung finanziert zusammen mit der Stadt Göttingen den Betrieb der Warnapp KATWARN, beschafft teilweise Führungsfahrzeuge, die Lautsprecherdurchsagen machen können und beschafft auch mobile Kugellautsprechersysteme. (Thomas Schlenz)

Auch interessant

Kommentare