Kommentar zu arbeitslosen Helfern: Aufwand bleibt hoch

Der Flüchtlingsstrom ebbt ab, deswegen werden Notunterkünfte überflüssig. Aber an anderen Stellen werden Helfer nach wie vor gebraucht, meint HNA-Volontär Benedikt Dittrich.

Es ist erst wenige Monate her, dass wöchentlich Hunderte Flüchtlinge im Schwalm-Eder-Kreis ankamen und in eilig aufgestellten Zelten in Schwarzenborn schlafen mussten. Das ist erstmal vorbei, denn Landwege nach Europa sind blockiert, der Weg über das Mittelmeer war in den vergangenen Monaten gefährlich. Deswegen stehen jetzt Notunterkünfte im Kreis leer und werden folgerichtig geschlossen.

Es war klar, dass die Notunterkünfte keine Dauereinrichtung bleiben. Das wussten auch diejenigen, die dort angefangen haben zu arbeiten. Dass die Jobs nun so schnell wegfallen, ist für die Betroffenen traurig, war aber zu erwarten.

Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Flüchtlingshilfe nach wie vor jede Hand gebraucht wird. Jetzt geht es um die Integration derjenigen, die schon hier sind. Sie warten in Gemeinschaftsunterkünften auf ihren Asylbescheid, brauchen Hilfe bei Behördengängen oder suchen einen Job. Deswegen bleibt der Aufwand für ehren- und hauptamtliche Helfer hoch. Die Arbeit hat sich verlagert, aber nicht verringert. 

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