Kommentar zur Lage der Kliniken in Niedersachsen: David und Goliath

Bei den Krankenhäusern in Niedersachsen sei ein typisches Merkmal unserer Zeit erkennbar: Die Großen fressen die Kleinen, meint HNA-Volontär Daniel Zander.

Was bei den aussterbenden „Tante-Emma-Lädchen“ gilt, die von Einkaufszentren und großen Internetanbietern verdrängt werden, zeigt sich auch bei den Kliniken. In Hann. Münden gingen zwei Kliniken in die Insolvenz - nur ein neuer, privater Träger konnte die Einrichtungen retten.

Das mag zunächst negativ klingen. Die administrativen Abläufe in den Krankenhäusern dauern länger, da vieles oft über die Geschäftsstellen geregelt wird. Auch müssen weitere kleinere Kliniken befürchten, irgendwann von einem größeren Träger übernommen zu werden - somit steigt der Druck auf die Finanzen. Einem Sparkurs könnten Pflegekräfte zum Opfer fallen.

Auf der anderen Seite gebührt Asklepios, Helios und Co. auch ein Dank. Durch sie werden insolvente Krankenhäuser erhalten und eine medizinische Versorgung in der Region gewährleistet. Auch wenn Goliath und nicht David siegt.

Lesen Sie dazu auch:

Kleinere Kliniken in der Region haben finanzielle Probleme

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