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Anklage wirft Ex-Lehrer über 100 Missbrauchstaten vor

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Von: Christopher Ziermann, Daniel Göbel

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Kind versteckt sein Gesicht
Der Prozess gegen den Ex-Lehrer startet am 8. Februar (Symbolbild). © Annette Riedl/dpa/Illustration

Das Landgericht Fulda hat die Anklage gegen einen ehemaligen Lehrer und Schulleiter aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg zugelassen. Der Mann soll mehrere Schüler missbraucht haben.

Hersfeld-Rotenburg – Verhandelt wird gegen denn 47-Jährigen wegen „des Verdachts des mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und weiteren Sexualdelikten zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“. Der Prozess soll am Mittwoch, 8. Februar, vor dem Landgericht in Fulda beginnen, wie das Gericht jetzt in einer Presseerklärung mitteilt.

Dem 47-Jährigen, der an der Haselbachschule in Lispenhausen im Kreis Hersfeld-Rotenburg und an der Kleeblatt-Grundschule in Wehretal im Werra-Meißner-Kreis als Lehrer und Schulleiter tätig war und zuletzt in Göttingen wohnte, wird vorgeworfen, sich an Schutzbefohlenen vergangen zu haben. Seit Januar 2022 sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Zudem war er wegen Krankheit Anfang 2022 in den Ruhestand versetzt worden. Für das Hauptverfahren sind 37 Verhandlungstage festgelegt, sodass die Hauptverhandlung bis einschließlich 31. Mai geplant ist.

Dem Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in der Zeit von Januar 1998 bis Dezember 2021 an mehreren Orten im Kreis Hersfeld-Rotenburg 64 mal Kinder missbraucht, 35 mal Jugendlichen missbraucht sowie 15 Taten im Zusammenhang mit dem Besitz kinder- und jugendpornografischer Inhalte begangen zu haben, wie das Landgericht weiter mitteilt.

Die digitale Verbreitung von Missbrauch-Aufnahmen hatten den Fall ursprünglich ins Rollen gebracht. Der entscheidende Hinweis kam laut Generalstaatsanwaltschaft vom us-amerikanischen National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC). Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen und eine Auswertung von Datenträgern, die bei einer Durchsuchung in der Wohnung des 47-jährigen Beschuldigten sichergestellt worden waren, stützten den Verdacht des mehrfachen Kindesmissbrauchs, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Da die möglichen Geschädigten in dem angeklagten Tatzeitraum noch Kinder und Jugendliche waren und auch teilweise noch sind, komme in Betracht, dass zu deren Schutz die Öffentlichkeit bereits bei Verlesung der Anklageschrift und in der Folge über große Teile der Hauptverhandlung einschließlich der Plädoyers ausgeschlossen werden könnte.

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