Fotograf Lill lässt altes Staatstheater wieder auferstehen

Alt neben neu: So haben Sie Kassel noch nie gesehen

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Reizvoller Kontrast: Reimund Lill hat die Orangerie neu fotografiert und das frühere Staatstheater nach historischem Vorbild eingefügt. So hätte man es vor dem Zweiten Weltkrieg sehen können.

Früher arbeitete Reimund Lill als Diamantensucher in Afrika, heute sucht er als Fotograf besondere Motive in Kassel. Seine tollen Bilder verbinden historische mit aktuellen Aufnahmen.

Reimund Lill hat lange gebraucht, bis er genau den richtigen Standort für sein Foto von der Orangerie gefunden hatte. Es sollte der gleiche Winkel sein wie bei der historischen Vorlage, einem Foto, bei dem das imposante preußische Staatstheater im Hintergrund zu sehen war. Das wurde im Krieg beschädigt und später abgerissen. In der Bearbeitung des 63-jährigen Fotografen aus Kassel taucht es als Schwarz-Weiß-Motiv hinter einer farbigen Orangerie wieder auf.

Mit diesem Gestaltungselement arbeitet Lill schon eine ganze Weile. „Durch die moderne Technik am Computer lässt sich einiges machen, eine eigene Idee für die Umsetzung muss man aber vorher haben“, sagt Lill. Manchmal tüftelt er wochenlang an einem Motiv, ehe er zufrieden ist. Beim Druselturm, einem der wenigen Relikte des alten Kassels, war das so. Der steht bei seiner Fotomontage jetzt wieder in seinem historischen Umfeld.

Historisches Kassel ganz aktuell: Die Stadt früher und heute

 © Reimund Lill
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 © Reimund Lill
 © Reimund Lill
Reimund Lill, altes Kassel, nh
KS_LOKALES_20190502_15_25_04_797 © Reimund Lill
Reimund Lill, Fotograf altes Kassel, nh
KS_LOKALES_20190502_15_25_11_803 © Reimund Lill
Reimund Lill, altes Kassel, nh
KS_LOKALES_20190502_15_25_11_803 © Reimund Lill
Reimund Lill, altes Kassel, nh
KS_LOKALES_20190502_15_25_02_795 © Reimund Lill
 © Reimund Lill

Es ist ein unterhaltsamer Rundgang zur jüngeren Kasseler Geschichte, die der Fotograf durch seine Bilder ermöglicht. Vom Königsplatz bis zum doppelten Blick auf Bauarbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße reichen die Motive. Da kann man dann auf einen Blick sehen, wie sich Maschinen, Menschen und die Häuserzeile im Lauf von etwa 90 Jahren verändert haben.

Eine Ausstellung in Schaufenstern in der Friedrich-Ebert-Straße ist in Vorbereitung. Auch bei weiteren Motiven aus dem Vorderen Westen funktioniert der Früher-Heute-Effekt. Wer sich für die Fotos von Reimund Lill interessiert, kann sich eine Auswahl auf seiner Homepage ansehen.

Reimund Lill: Der Diamantensucher

Reimund Lill (63) wurde in Fuldatal-Ihringshausen geboren. Er lebt seit vielen Jahren in Kassel (Vorderer Westen) und hat einen zweiten Wohnsitz im Sudan. Dort lebt er mit seiner afrikanischen Frau, einer Malerin, in der Millionenstadt Khartum. Nach der Schule und einer Ausbildung hat er zunächst mehrere Jahre im Außendienst für eine Werkzeug- und Maschinenfabrik gearbeitet. Als Diamantensucher in Sierra Leone sammelte er erste Afrika-Erfahrungen. Er verdient heute sein Geld als Fotograf und arbeitet aktuell an einem Bildband über den Sudan.

Reimund Lill im Internet

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