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Warntag in Kassel am 8. Dezember - Was nun in der Stadt passiert

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Von: Amira Sayed El Ahl, Ulrike Pflüger-Scherb

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Eine Warnung am Donnerstag um 11 Uhr soll Deutschland für den Notfall vorbereiten. Das erwartet die Menschen in Kassel.

Kassel – Egal ob Stromausfall, Brände, Chemieunfälle, Angriffe oder Naturkatastrophen – der Warntag soll die Menschen in Deutschland auf den Notfall vorbereiten und sie mit dem Warnsystem von Bund und Ländern vertraut machen. Nach zwei Jahren wird es wieder einen Warntag geben, an dem die Menschen auf den unterschiedlichsten Kanälen erreicht werden sollen. Erstmalig wird auch eine neue Technik getestet, das sogenannte Cell Broadcast, das ab Februar scharf geschaltet werden soll. Über diese Technik wird eine Warnung direkt auf das Handy verschickt.

In Kassel werden am Donnerstag um 11 Uhr die 24 Sirenen im Stadtgebiet von der Leitstelle der Feuerwehr Kassel ausgelöst. Zu hören sein wird ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton. Dieser bedeutet: Alle Menschen in dem Warnbereich sollten zunächst geschlossene Räume und hoch gelegene Stockwerke aufsuchen, Türen und Fenster schließen, Lüftungsanlagen ausschalten und sich über mögliche Gefahren informieren.

Die Sirenen sollen morgen deutschlandweit ertönen.
Die Sirenen sollen deutschlandweit ertönen. © Soeren Stache

Warntag in Kassel: Das erwartet die Bürgerinnen und Bürger am 8. Dezember

„Die 24 Sirenen im Stadtgebiet werden regelmäßig geprüft, Mängel beseitigt und bei Bedarf durch Ersatzbeschaffung ersetzt. Der Sirenentest liefert uns wertvolle Informationen zum Einsatz der Warnsirenen im Echtzeitbetrieb. Wir erhalten dadurch die Möglichkeit, Mängel zu identifizieren und neue Sirenen im Rahmen der gemeinsamen Alarmierung zu testen“, sagt Brandschutzdezernent Dirk Stochla.

Bei einem Sirenen-Probealarm im September dieses Jahres lief der Test allerdings nicht reibungslos. Aus technischen Gründen hatte die erste Auslösung aller Sirenen gleichzeitig zunächst nicht funktioniert.

Im Landkreis Kassel war es beim letzten Warntag noch still geblieben. Grund war, dass die meisten Sirenen, soweit überhaupt vorhanden, nur analog ausgelöst werden können. Mittlerweile wurde an der digitalen Umstellung gearbeitet, heißt es aus dem Regierungspräsidium Kassel. Seit dem letzten Warntag seien weitere Sirenensteuergeräte installiert worden, sodass nun auch mehr Sirenen digital angesteuert werden könnten, so ein Sprecher.

Zur Warnung der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen alle verfügbaren Kommunikationskanäle: so etwa das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) betriebene Modulare Warnsystem (MoWaS) und die Warn-App NINA, Fernseher, Radios und SMS, aber auch Sirenen und Lautsprecherdurchsagen.

Warntag auch in Kassel: So funktioniert Cell-Broadcast-Technik

Beim bundesweiten Warntag wird Cell Broadcast zum ersten Mal getestet. Cell Broadcast ist eine Warnnachricht, die direkt aufs Handy geschickt wird. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe kann so mehr Menschen erreichen, als mit jedem anderen Warnmittel. Allerdings können nicht alle Handys Cell Broadcast-Nachrichten empfangen. Ältere Geräte können dies oft nicht. Eine Liste der empfangsfähigen Geräte gibt es unter: zu.hna.de/cell0712. (Amira Sayed El Ahl, Ulrike Pflüger Scherb)

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