1. Startseite
  2. Lokales
  3. hnanews

Weltrekord geschafft! Bisher größte Gin-Verkostung gab es am Flughafen in Calden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Axel Schwarz

Kommentare

Terminal wurde zur Trink-Halle: Von links Inhaber Daniel Werner von der Kasseler Hospitals-Kellerei, Juror Olaf Kuchenbecker vom Rekord-Institut in Hamburg sowie Moderator Matthias Dreyer (Hospitals-Kellerei).
Terminal wurde zur Trink-Halle: Von links Inhaber Daniel Werner von der Kasseler Hospitals-Kellerei, Juror Olaf Kuchenbecker vom Rekord-Institut in Hamburg sowie Moderator Matthias Dreyer (Hospitals-Kellerei). © Axel Schwarz

Die Kasseler Hospitals-Kellerei hat mit 268 Teilnehmern die bisher größte Gin-Verkostung organisiert. Das bescheinigte ein Juror vom Rekord-Institut für Deutschland.

Ein Flughafen voller Gin-Genießer, 268 Teilnehmer und mehrere tausend Gläser, die Kräuter- und Zitrusschalenduft verströmen - das reichte knapp für einen Weltrekord. 

Noch nie haben so viele Menschen an einem Ort an einer Gin-Verkostung teilgenommen, hat das Rekord-Institut für Deutschland (RID) den Veranstaltern des Events am Samstag in der Caldener Airport-Halle unter dem Applaus des Publikums bescheinigt. 250 Gäste war die geforderte Marke gewesen. Die Kasseler Hospitals-Kellerei kann sich dies nun als Urkunde an die Wand hängen und damit werben - bis jemand eine neue Bestmarke setzt.

RID-Chef Olaf Kuchenbecker: „Der Gin-Hype hält ungebrochen an“

Genau das macht die Idee der Firma für die Hamburger Rekordjäger interessant. RID-Chef Olaf Kuchenbecker war persönlich zugegen, mit blauem Emblem-Sakko und notarieller Miene verkörperte er, das alles seine Ordnung hatte. „Der Gin-Hype hält ungebrochen an“, sagte er. Das ist gut für sein Geschäft, weil so ein Rekord Nachahmer auf den Plan ruft. An die 3000 Bestleistungen in kuriosen, spaßigen und überflüssigen Disziplinen hat das Rekord-Institut bisher dokumentiert.

In dem Geschäft kennt Kuchenbecker sich aus. 13 Jahre lang war er der deutsche Statthalter vom „Guinness-Buch der Rekorde“, trat häufig als TV-Juror auf, bis das Unternehmen 2014 die Dependance aufgab und alles in London zentralisierte. Für deutsche Veranstalter mit Superlativ-Ideen wurde es fortan schwierig, dort Gehör zu finden. Diese Chance hat Kuchenbecker für eine eigene Geschäftsidee genutzt.

Als die Hospitals-Kellerei sich mit dem Gin-Thema meldete, war man in Hamburg gleich überzeugt. Erst im Juli waren die Rekordwächter im Einsatz, als in Bayern der größte Gin Tonic der Welt gemixt wurde: 1002 Liter fasste das Gefäß mit dem gigantischen Longdrink, womit die Initiatoren eine Bestmarke aus Las Vegas übertrafen.

Lokalmatadoren: Kai Seidenhefter (links) und Tobias Radler präsentierten Fieldfare-Gin aus Liebenau-Ostheim.
Lokalmatadoren: Kai Seidenhefter (links) und Tobias Radler präsentierten Fieldfare-Gin aus Liebenau-Ostheim. © Axel Schwarz

Bei der Kasseler Wein- und Spirituosenhandlung sei die Sache aus einer Laune heraus entstanden - „weil unsere rund 20 Gin-Tastings pro Jahr immer überbucht sind“, sagt Inhaber Daniel Werner.

Repräsentanten von vier Gin-Distillerien vor Ort

Für die Teilnehmer war es auch abgesehen vom Wettbewerbscharakter ein außergewöhnlicher Abend. Während im Flughafenterminal Passagiere aus Heraklion und Antalya ankamen und sich vermutlich wunderten, wurden an einem Meer von Tischen diverse Gin-Sorten verkostet und fachkundig kommentiert. Organisator Matthias Dreyer, der auch als Moderator Showtalent bewies, hatte dazu Repräsentanten von vier Gin-Distillerien eingeladen.

Darunter waren als Lokalmatadoren die Erzeuger des Fieldfare-Gin aus Liebenau-Ostheim, der aus Wacholder aus dem Diemeltal gebrannt wird und in der Fachszene einige Aufmerksamkeit erregt. Sechs Monate lang haben sie eigens für die Rekordveranstaltung einen Barrique-Gin in einem getoasteten Weinfass reifen lassen. Die auf 396 Flaschen limitierte Spezialität war am Samstagabend erstmals zu erwerben.

Kuriose Weltrekorde

Größer, höher, schneller, mehr: Wer meint, neue Bestmarken und Superlative setzen zu können, kann sich ans „Rekord-Institut für Deutschland“ wenden. Eine Auswahl kurioser Rekorde, die die Hamburger bisher beurkundet haben:

Auch interessant

Kommentare