Spende des Presseclubs für weitere Bücher – Ehrenamtliche Helfer dringend gesucht

3000 Euro für Asylothek

Ambitioniert: (und links) Anne Riedel und Connie Strack (beide Presseclub), Rudolf Schmidt, Christel Frank, Gitta Hoffmann (oben links) und Danny Frank (Asylothek) blätterten fleißig in den Buchspenden. Foto: Frangenberg

Hofgeismar. Das Projekt der Asylothek, einer Bücherei für Flüchtlinge in den Unterkünften in Calden und Beberbeck, wächst. Durch eine 3000 Euro Spende des Presseclubs Kassel können nun weitere Bücher vor allem in Arabisch, Albanisch und Persisch angeschafft werden. Besonders Literatur in diesen Sprachen ist bisher Mangelware. Auch gesucht werden ehrenamtliche Helfer. Mit einer Informationsveranstaltung will sich die Projektgruppe bei Interessierten vorstellen.

Der Träger der Asylothek, das Kulturforum Hofgeismar e.V., freut sich über die bisher positive Resonanz. „Viele Menschen nutzen die Kooperation mit der Buchhandlung Vogt und kaufen dort die hinterlegten fremdsprachigen Bücher, um sie dann an uns zu spenden“, sagt Asylotheks-Leiterin Gitta Hoffmann. Dieses Angebot bestehe weiterhin. Außerdem gebe es durch ein eingerichtetes Konto nun auch die Möglichkeit, Geld zu spenden.

Durch die Vermittlung von Rudolf Schmidt vom Kulturforum wurde der Presseclub Kassel auf die Arbeit der Asylothek aufmerksam. „Das Projekt macht die Welt ein kleines bisschen besser, deshalb wollen wir helfen“, sagte Connie Strack vom Presseclub. Die Asylothek schaffe eine Rückzugsmöglichkeit in einer Lebensphase, in der es für die Asylsuchenden wenig Privatsphäre und viel Unsicherheit gebe.

Leitfaden für Flüchtlinge

Die 3000 Euro sollen zu 80 Prozent für weitere Bücher verwendet werden. Auch abschließbare Bücherschränke fehlen noch. „Außerdem lassen wir einen Leitfaden drucken, einen sogenannten Refugee Guide, der eine Orientierungshilfe für das Leben in Deutschland ist“, erklärt Christel Frank vom Kulturforum. Je hundert Exemplare wird es in den Sprachen Albanisch, Persisch und Arabisch geben. „In diesem Leitfaden erfährt man viel über die eigene Kultur im Land“, sagt Rudolf Schmidt. „Dass es zum Beispiel ganz normal ist, stundenlang im Zug neben jemandem zu sitzen und nur Guten Tag und Auf Wiedersehen zu sagen, ist für viele fremd“, sagt er.

Die Asylothek sucht noch Freiwillige. „Für die Betreuung der Standorte in Calden und Beberbeck oder um Bücher in Schutzfolie zu packen und Mobiliar zu transportieren, wird Hilfe gebraucht“, erklärt Gitta Hoffmann.

Von Jil Frangenberg

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