Bürgerinitiativen übergeben Einwendungen gegen Regionalplan

3600 mal Nein zu Windrädern im Wald

Hofgeismar/Kassel. Der Protest gegen neue Windenergieanlagen im Reinhardswald hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Am Donnerstag übergaben sechs Bürgerinititativen an die 3600 Einwendungen gegen den Teilregionalplan Energie Nordhessen.

An der Aktion auf dem Gelände des Regierungspräsidiums nahmen rund 260 Menschen teil. Sie waren mit einem Reisebus, mehreren Kleinbussen und Pkw-Fahrgemeinschaften nach Kassel gereist, um dort ihren Protest vorzutragen. Einige waren in Kostüme der Märchenfiguren des Reinhardswaldes gehüllt, Kinder stellten die Sieben Zwerge dar. Sie trugen Fähnchen mit der Aufschrift „Das Märchenland ist stinksauer“. Viele stellten sich an einer fünf Meter langen Klagemauer auf, an der Texte und Bilder vor riesigen Windrädern im Wald warnten. Auf einem Transparent stand: „Märchenland = Windradland: Nein Danke“.

Video: Bürgerinitiativen beim Regierungspräsidium

Die Stapel der Einwendungen wurden am Eingang des Regierungspräsidiums von Susanne Linneweber vom Dezernat 21, Regionalplanung, entgegengenommen. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke war auf einer Veranstaltung im Urwald Sababurg.

Die 3600 Einwendungen seien sehr verschieden - inhaltlich wie formal, sagt Hartmut Reins, einer der Initiatoren der Aktion. Sie reichten vom Zweizeiler bis zur sechsseitigen ausführlichen Darstellung. In ihnen würde die Sorge um die Natur, die Landschaft, die Tiere und auch um die Zukunft der Kinder zum Ausdruck gebracht.

Fotos: Bürgerinitiativen zeigen Flagge gegen Windkraft

Bürgerinitiativen zeigen Flagge gegen Windkraft

Die Einwender befürchten durch „den Bau gigantischer Bodenfundamente und durch überdimensionierte Windräder die Zerstörung des Landschaftsbildes für Jahrzehnte“. Mit der Industrialisierung des reinhardswaldes werde man sich nicht abfinden, hieß es.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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