4000 Euro für Hofgeismarer Schulprojekt

Gespräch mit Minister: Vor der Auswahl der Sieger wurden die Endrundenprojekte besucht. In den Räumen des Projekts Wohnen und Leben informierte sich Staatsminister Axel Wintermeyer über das Projekt, bei dem Berufsschüler Senioren beim Umgang mit dem Computer helfen. Foto: Staatskanzlei

Hofgeismar. Das Hofgeismarer Projekt „Jung hilft Alt“, das von der Herwig-BlankertzSchule (Berufliche Schulen), dem Pflegedienst PHB und der Gewobag getragen wird, hat beim Hessischen Demografiepreis den 3. Platz und damit ein Preisgeld von 4000 Euro gewonnen.

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografiebeauftragte der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, zeichnete zum Wochenende in der Wiesbadener Regierungszentrale die ersten Preisträger von insgesamt 20 000 Euro Preisgeld aus sowie drei weitere Projekte mit Anerkennungsurkunden.

In dem Hofgeismarer Projekt „Jung hilft Alt“ übernehmen Jugendliche ehrenamtlich die Rolle der Unterrichtenden und helfen Senioren im Umgang mit Computer und Smartphone. „Dieses generationenübergreifende Miteinander ist ein schöner Beweis dafür, wie man miteinander lernen und voneinander profitieren kann. Denn es hilft den älteren Menschen, weil sie lernen, sich die neuen Medien zunutze zu machen, und es hilft den Jugendlichen, weil sie ernst genommen werden“, sagte Wintermeyer. ‚Jung hilft Alt‘ sei vor allem auch ein Beispiel einer gelungenen Kooperation von ortsansässigen Partnern, hier einer Wohnungsbaugesellschaft, einem Pflegedienst und einer Schule, die den lokalen Zusammenhalt nachhaltig stärken könne, sagte der Minister.

Den ersten Preis mit 10 000 Euro errang Landarztnetz-Initiative aus dem Lahn-Dill-Kreis für ihr Engagement, die medizinische Versorgung durch Hausärzte in der mittelhessischen Region langfristig sicherzustellen.. Durch das Landarztnetz haben junge Mediziner die Möglichkeit, in die Arbeit einer Landarztpraxis reinzuschnuppern, bevor sie sich endgültig dafür entscheiden Das sei eine gute Idee mit Vorbildcharakter für andere hessische Gebiete.

Mit dem zweiten Platz (6000 Euro) wurde das Network waldeck|frankenberg ausgezeichnet. Mithilfe des regionalen Karrierenetzwerks können angehende Akademiker und junge Berufstätige mit lokalen Unternehmen in Kontakt treten. Die Initiative spreche junge Menschen aus der Region an und biete ihnen ein Netzwerk auf Augenhöhe, lobte Staatsminister Wintermeyer.

Der Hessische Demografie-Preis wird seit dem Jahr 2010 verliehen. In diesem Jahr hatten sich 52 Initiativen beworben, die sechs Finalisten waren zur feierlichen Verleihung nach Wiesbaden eingeladen. „Die demografische Entwicklung geht auch an Hessen nicht spurlos vorbei. Wir werden immer älter, und wir werden immer weniger. Deshalb ist es wichtig, dass wir Projekte fördern, die den ländlichen Raum attraktiv halten, damit die Menschen gerne auf dem Land wohnen bleiben“, sagte Axel Wintermeyer. (tty)

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