Zwei Drittel der Flächen liegen im Reinhardswald

9600 Hektar sind für Windkraft geeignet

Hofgeismar. Im Landkreis Kassel und insbesondere im Kreisteil Hofgeismar befinden sich zahlreiche Flächen, auf denen sich der Bau von Windkraftanlagen lohnen würde. Ein Großteil der Areale liegt auf den Höhenlagen des Reinhardswaldes. Das ist die wichtigste Botschaft des „Master-planes Windkraft“, den jetzt der Landkreis und der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) vorgelegt haben.

Der Masterplan gibt erstmalig eindeutig Auskunft über alle Flächen im Landkreis, „die sich nach umfassender Überprüfung zahlreicher objektiver Kriterien als konkrete Suchflächen für neue Windparks herausgeschält haben“, heißt es im Geleitwort zu dem Plan, der kürzlich auch den 29 Bürgermeistern im Kreis vorgestellt wurde. Der Plan soll die zeitliche Lücke bis zu dem neuen rechtskräftigen Windkraftkonzept im Regionalplan Nordhessen schließen.

Das Land Hessen will im Zuge der 2011 beschlossenen Energiewende künftig zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft ausweisen. Allein im Landkreis Kassel ließe sich dieses Ziel mehr als dreimal erfüllen. Denn nach den Untersuchungen von Kreis und ZRK erfüllen insgesamt 9600 Hektar die aufgestellten planungsrechtlichen Prüfkriterien für Windkraftanlagen. Allein 6000 Hektar davon befinden sich im landeseigenen Gutsbezirk Reinhardswald. Das sind immerhin 4,65 der Kreisfläche.

„Das Land Hessen ist Eigentümer von mehr als zwei Drittel aller geeigneten Flächen für regionale Windparks“, heißt es in dem Masterplan. Daraus resultiere eine eindeutige Verantwortung, sind Landkreis und ZRK überzeugt. Vor allem stelle sich die Frage, ob das Land die mehrheitliche Forderung nach „einer regionalen Wertschöpfung beim Ausbau der Windkraft unterstützt“. Im Klartext: Sollen dereinst regionale Gesellschaften und Genossenschaften Windkraftanlagen betreiben oder internationale Investoren? ZUM TAGE, 2. SEITE

Von Gerd Henke

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