Abriss des Gasthauses Scheele in Eberschütz hat begonnen

Ende eines Gasthauses. Das Gebäude der ehemaligen Gaststätte Scheelewird derzeit abgerissen. Auch das Stall- und Schuppengebäude (rechts) soll vom Abrissbagger geschliffen werden Fotos:  Temme

Eberschütz. Die Abrissarbeiten am ehemaligen Gasthaus Scheele in Eberschütz sind seit einer Woche in vollem Gang. Die Brandruine wird nun Stück für Stück abgetragen und belastetes Material entsorgt.

Im Dezember 2012 hatte ein Feuer in der leer stehenden ehemaligen Gaststätte gewütet. Danach war das Gebäude nur noch eine Brandruine und ein Schandfleck mitten im Ort. Allerdings stand es immer noch unter Denkmalschutz. Damals hatte die Stadt Trendelburg noch keine Handhabe, dagegen etwas zu unternehmen. Das Grundstück befand sich noch in Privatbesitz.

Erst nachdem die Kommune das gesamte Gelände von dem Besitzer erwerben konnte, war der Weg für den Abriss frei. Zuvor hatten allerdings die Denkmalschutzbehörde und die Bauaufsicht des Landkreises dem Abriss zustimmen müssen, sagt Marita Kayser, Mitarbeiterin des städtischen Bauamtes. Die Bewilligung sei erst kürzlich gekommen.

Der Erwerb der Immobilie und der Abriss des Gebäudes sind mit 60.000 Euro veranschlagt. Dafür erhält die Stadt Trendelburg allerdings eine 60-prozentige Förderung, also 36.000 Euro, aus dem Programm „Integriertes kommunales Entwicklungskonzept“ (IKEK), dem Nachfolgeprogramm der früheren Dorferenuerung.

Aufgrund der Abrissarbeiten ist seit Wochenanfang die Straße Am alten Backhaus gesperrt, dafür aber die Hümmer Straße wieder offen.

Mit dem Abriss ist die Firma Poppke aus Borgentreich beauftragt. Stück für Stück arbeiten sich Poppke-Mitarbeiter Jochen Jäckel-Müller und seine Kollegen vor. Bisher haben sie das Dach und eine Seite des alten Fachwerkhauses abgerissen. „Das Schwierige an dieser Baustelle ist, dass die angrenzenden Häuser sehr nah stehen“, erklärte Jäckel-Müller. Deshalb müssten sie sehr vorsichtig arbeiten.

Auch Schuppen kommt weg 

Sorgfältig muss von der Firma der Bauschutt von Holz und Restmüll getrennt werden, da die unterschiedlichen Materialien extra entsorgt werden müssen. Die Blechschindeln, die an einer Fassade hingen, werden übrigens auf die Baustoffsammelstelle des Landkreises in Wülmersen gebracht. Nach näherer Begutachtung sei nun auch entschieden worden, den alten Schuppen auf dem Gelände abzureißen, sagt Marita Kayser. Eine Renovierung des Nebengebäudes erscheine als zu aufwendig und kostspielig.

Die Abrissarbeiten können noch bis Ende nächster Woche dauern. Danach wird die gesamte Fläche einplaniert. Später soll hier ein Dorfplatz entstehen. Dafür hatte sich auch der Ortsbeirat ausgesprochen. Auch dies sei ein IKEK-Projekt, sagt Kayser. Die Planung dafür werde noch in diesem Jahr angeschoben.

Von Gerd Henke und Tanja Temme

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