Konzerte und Feuerwerk

Aktionsprogramm soll Hafen-Baustelle in Bad Karlshafen beleben

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Engagiert: Sven Messerschmidt von der Freiwilligen Feuerwehr (links), Christian Schäfer vom Heimatverein und Heike Thormeyer vom Hugenottenmuseum haben kreative Ideen.

Bad Karlshafen. Mit einem Erlebnisprogramm wollen die Beteiligten die Hafen-Baustelle als Chance nutzen, Bürgern und Touristen die Geschichte der Stadt und ihres Hafens näherzubringen.

Große Kräne, Maschinenlärm und Bauschutt – die Bauarbeiten für die Hafenöffnung in Bad Karlshafen beginnen heute und haben zahlreichen Bürgern bereits im Vorfeld Sorgen gemacht. In Kooperationen mit regionalen Vereinen und engagierten Akteuren möchte Bernd Schabbing, Geschäftsführer der Bad Karlshafen GmbH diesen Sorgen ein Ende setzen. 

„Der Hafen ist das Herzstück von Bad Karlshafen, das wir wieder zum Schlagen bringen wollen. Er ist der Grund, warum der Ort vor 300 Jahren erschaffen wurde“, sagt Schabbing.

Der Hafen soll wieder lebendig werden – und zwar nicht erst 2019, sondern schon während der Bauarbeiten. Den Auftakt des Baustellenerlebnisprogramms macht ein Treppenhauskonzert, das Christian Schäfer, der Vorsitzende des Heimatvereins, organisiert. „Ein Treppenhaus bringt eine atemberaubende Akustik mit“, sagt Schäfer. 

Im Foyer des Rathauses, im Zollhaus und in der Conradistraße werden Musiker am 22. Juli ab 17 Uhr Musikbegeisterte in die Welt des 17. Jahrhunderts eintauchen lassen. „So schaffen wir auch eine Verbindung zwischen barocken Klängen und der barocken Architektur, die den Charme Bad Karlshafens ausmacht.“

Auch die Freiwillige Feuerwehr möchte mit ihrer traditionellen Weser- und Hafenbeleuchtung Teil des Erlebnisprogramms werden. „Die Unterstützung der Bad Karlshafen GmbH ist ein Ansporn für uns weiterzumachen“, sagt Wehrführer Sven Messerschmidt. Die Weserbeleuchtung mit Höhenfeuerwerk wird die Stadt am 29. Juli hell erstrahlen lassen.

Neben den Marktschreiertagen rund um den Hafen und einem stilvollen „Dinner in White“ stellt außerdem das Salzfest am „Tag des offenen Denkmals“ (10. September) einen Höhepunkt des Erlebnisprogramms dar. Heike Thormeyer vom Deutschen Hugenottenmuseum sagt: „Wir haben eine direkte Verbindung zur Hafengeschichte in der Stadt. Schließlich waren die ersten Bewohner Bad Karlshafens Hugenotten.“

Doch nicht nur während der Bauphase, sondern auch darüber hinaus soll der Hafen eine beliebte Sammelstelle für Touristen und Bürger bleiben. Unter anderem plant Stefan Behr, künstlerischer Leiter des Theater Anu in Berlin, Theaterprogramme in Bad Karlshafen zu organisieren. 

Der Künstler sieht die Originalität und den Charme der Hafenstadt als einzigartiges Potenzial: „Eine Stadt, die nicht mehr weiß, warum sie erschaffen wurde, kann ihre Identität nicht finden.“

Umso wichtiger sei es, die Hafenöffnung als die vermutlich letzte Chance aktiv zu nutzen. 

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