Amerikaner besuchte Heimat seiner Mutter in Hümme

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Erinnerungen: Robert Paul Hawkey (Dritter von links) mit (von links) Ehefrau Debby, Tante Rosi Stöbener, Onkel Willi Müller mit Sohn Bernd und dessen Mutter Margarete Müller.

Hümme. Vor genau 70 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Ohne dieses historische Ereignis würde es heute wohl auch Robert Paul Hawkey nicht geben, denn seine Mutter Else Müller verliebte sich seinerzeit in einen amerikanischen Soldaten.

Hümme, die Heimat seiner Mutter, wollte der Amerikaner nun kennenlernen und stattete seinen Verwandten einen Besuch ab. Mit zahlreichen historischen Fotos wurden Erinnerungen wach.

„Natürlich hat uns meine Mutter einiges von Deutschland erzählt“, sagt der 64-Jährige, der mit seiner Ehefrau zwei Wochen lang bei seiner Tante Rosi Stöbener zu Besuch war. Nach dem Krieg hätte seine Mutter ein sogenanntes Landjahr in Bayern gemacht, wo damals auch sein Vater stationiert gewesen sei. Dort hätten die beiden sich seinerzeit kennengelernt und verliebt. „1947 ist meine Mutter dann mit nach Illinois gegangen, der Heimat meines Vaters.“ Dort blieb sie auch bis zu ihrem Lebensende, besuchte nur noch ein einziges Mal 1974 ihre Heimat Hümme.

Einiges von Mutter erfahren

Was die Kriegsjahre in Hümme anbelangt, hat Robert Paul Hawkey einiges von seiner Mutter erfahren: „Ich weiß beispielsweise, dass es hier viele Tiefflieger gab, weil hier wegen der Bahnstrecke häufig Militärzüge entlang fuhren“, erinnert sich der Besucher aus den USA. Viele Häuser nahe des Bahnhofs hätten damals Schaden vom Beschuss der Flieger genommen.

Kriegsende war kein Thema

All diese Anekdoten seiner Mutter kamen Hawkey beim Besuch in Hümme wieder in den Sinn. „Bei uns zuhause in Illinois oder überhaupt in den USA ist das Kriegsende überhaupt kein Thema - daran wurde ich erst jetzt wieder erinnert.“ (zta)

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