Projekt Blaues Band Oberweser

Auen an der Weser sollen renaturiert werden

luftbild luftbilder thiele Landschaft Ort Stadt ansicht Luft Flugzeug VogelperspektiveKreis Northeim Weser BodenfeldeMotiv: Holzkohlewerk Bodenfelde pro fagus profagus früher Chemviron Carbon, daVOR dEGUSSA; DAVOR hiag15. August 2013Foto Thomas Thieleunterstützt von charterflug-kassel.defoto thieletty123
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Die Weser bei Lippoldsberg: In diesem Bereich könnten Uferbereiche renaturiert und verlandete Altarme wieder geöffnet werden. Bei Hochwasser sind sie hin und wieder noch zu erkennen.

Das Projekt „Blaues Band Oberweser“ soll sich über 200 Kilometer erstrecken. Uferbereiche sollen renaturiert und verlandete Altarme wieder geöffnet werden.

Das Projekt soll helfen, sensible Landschaften entlang des Flusses wiederherzustellen oder zu erhalten. Sie sollen geschützt, aber auch für den Tourismus genutzt werden. In dem 200 Kilometer langen Weser-Abschnitt zwischen Hann. Münden und Porta Westfalica wollen die Landkreise länderübergreifend wieder naturnahe Flussauen.

Im Kreisteil Hofgeismar soll es um Renaturierungen in Gieselwerder und Lippoldsberg gehen. Ziel ist es, neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen. Die könnten zu attraktiven Erlebnisräumen für naturbezogenen Tourismus werden.

Landkreis Kassel zahlt 5000 Euro für Renaturierung

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Niedersachsen übernimmt die Federführung zur Erstellung einer Projektskizze und des Förderantrags. Der BUND will einen Eigenanteil von 16 000 Euro einbringen. Der Landkreis Kassel hat seinen Anteil von 5000 Euro für die erste Phase bezahlt, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn. In Lippoldsberg ist vor allem Pfarrer Christian Trappe ein wichtiger Motor für Renaturierungsprojekte an dem Flusslauf.

Die konkreten Vorhaben werden erarbeitet, sobald das „Blaue Band“ offiziell gestartet wurde. Das geschieht, wenn alle beteiligten Landkreise ihren Finanzierungsbeitrag für die Projektskizze geleistet, also gewissermaßen das Startkapital zur Verfügung gestellt haben. Vor kurzem hat jetzt auch der Umweltausschuss des Landkreises Göttingen mehrheitlich eine Beteiligung an dem Projekt empfohlen.

140 Vorschläge für Projekte entlang des Flusslaufs

Bei drei Regionalgesprächen entlang der Oberweser haben die Beteiligten bereits Ideen gesammelt. Dabei wurden 140  Vorschläge gemacht, sagte Andreas Manz, Wirtschaftsdezernent im Kreis Hameln-Pyrmont, im Gespräch mit der HNA. Der Kreis Hameln-Pyrmont übernimmt die Koordination zwischen den neun Landkreisen an der Weser und der Stadt Hameln.

Die Ergebnisse dieser Regionalgespräche sind eine wesentliche Grundlage für die Projektskizze, die der BUND erarbeiten will. Der Umweltverband hat mit seinem Auenzentrum Burg Lenzen in Lenzen (Brandenburg) bereits Erfahrungen bei ähnlichen Renaturierungsprojekten an anderen Flüssen gesammelt.

Im Dezember haben sich die Beteiligten im Hamelner Kreishaus getroffen, um die Finanzierung des Projektes durch alle beteiligten Landkreise sicherzustellen.

Das Projekt Blaues Band soll Renaturierung fördern

In Mitteleuropa gehören natürliche Flussniederungen zu den artenreichsten Lebensräumen. Allerdings sind sie stark gefährdet. Die Bundesregierung will mit ihrem Programm „Blaues Band Deutschland“ die Renaturierung von Fließgewässern und Auen in Deutschland fördern. Vor allem Flüsse, auf denen kaum noch Güterverkehr stattfindet, sollen mit dem Programm ökologisch entwickelt und gleichzeitig für Freizeit und Erholung aufgewertet werden.

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