Industriegebiet muss letzte Hürden nehmen

Neues Gewerbe auf ehemaligem Flugplatz erst ab 2014

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Der alte Flugplatz mit Tower, wo jetzt ein Gewerbegebiet entstehen soll.

Calden. Caldens Bürgermeister Andreas Dinges geht davon aus, das erste Gewerbe-Neuansiedlungen auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes erst im kommenden Jahr möglich sind.

Hintergrund seien noch einige genehmigungsrechtliche Hürden, die aber im Laufe des Jahres genommen würden, erklärte das Gemeindeoberhaupt in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend.

Die Kommunalpolitiker segneten anschließend den Bebauungsplan „Interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet Kassel-Calden“ ab. Er soll nun erneut zur Einsichtnahme ausgelegt werden.

Zuvor hatte die Fraktionschefin der FWG, Irmgard Croll, drei Punkte bemängelt:

• die Forderung der Stadt Kassel, wegen der zu erwartenden zusätzlichen Verkehrsbelastung auf der Holländischen Straße keine Logistik-Unternehmen anzusiedeln,

• die strengen Auflagen hinsichtlich der Ausweisung von Kompensationsflächen etwa bei einem Erdwerk. Sie forderte intensive Einzelgespräche mit den Eigentümern, um spätere Einsprüche möglichst zu vermeiden,

• allzu strenge und ihrer Ansicht nach kontraproduktive Artenschutzmaßnahmen.

SPD-Fraktionschef Andreas Wende schloss sich der Forderung nach Gesprächen mit den Landbesitzern an. Mit Blick auf die von Kassel nicht gewollte Ansiedlung von Logistik-Betrieben sagte er, dass es nicht Ziel der Gemeinde sei, Unternehmen dieser Branche nach Calden zu holen. Logistiker verbrauchten viel Fläche und schafften wenig Arbeitsplätze. Vielmehr wünsche man sich produzierendes Gewerbe für das Gebiet. (jop)

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