Nicht in allen Verwaltungsbereichen rechtlich zulässig

100 Mitarbeiter in Immenhausen und Bad Karlshafen von Kurzarbeit betroffen

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Der Betrieb ruht: Die Wesertherme in Bad Karlshafen, die sonst 250.000 Besucher im Jahr anlockt, hat wie alle Bäder in der Coronakrise geschlossen. Seit Montag sind die Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Viele Unternehmen im Kreisteil hoffen, mit Kurzarbeit die Corona-Krise finanziell zu überstehen. Aber auch die öffentliche Hand hat in Teilbereichen weniger zu tun.

Als erste Kommune im Kreisteil hat jetzt die Stadt Immenhausen die Karte Kurzarbeit gezogen. Zehn Mitarbeiter, sagt Lars Obermann von der Finanzverwaltung, sind davon betroffen.

Bürgermeister Jörg Schützeberg und der Personalrat haben die Vereinbarung getroffen. Das Kurzarbeitergeld wird die Stadt auf 95 Prozent aufstocken, so Obermann, sodass die Betroffenen nicht allzu große Mindereinnahmen hätten. Betroffen sind Mitarbeiter des Glasmuseums, des Ganzjahresbades und der Gemeinschaftseinrichtungen. Mangels Veranstaltungen fallen hier beispielsweise deutlich weniger Reinigungsarbeiten und Hausmeistertätigkeiten an.

Mitarbeiter der Wesertherme besonders betroffen

In anderen Rathäusern spielt Kurzarbeit derzeit keine Rolle, wie eine stichprobenartige Umfrage unserer Zeitung ergab. In vielen Verwaltungsbereichen ist sie rechtlich nicht zulässig, in anderen wurde die Arbeit nicht geringer. Bei den Bädern jedoch sieht es anders aus. Hier ruht der Betrieb – und den Mitarbeitern fehlt die Arbeit. Besonders betroffen ist die Wesertherme in Bad Karlshafen, die jährlich von etwa 250.000 Besuchern genutzt wird. Durch Renovierungsarbeiten konnten die ersten fünf Wochen seit der Schließung Mitte März aufgefangen werden. 

Rainer Kowald, Bad Karlshafen GmbH

Seit Montag ist Kurzarbeit, erklärt der Geschäftsführer der die Therme betreibenden Bad Karlshafen GmbH, Rainer Kowald. Wann wieder normaler Badebetrieb herrsche, sei derzeit nicht absehbar. Er hoffe, bald. Insgesamt sind bei der GmbH etwa 90 Mitarbeiter von der Kurzarbeit betroffen, so GmbH-Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister Marcus Dittrich.

Deutlich weniger Mitarbeiter hat das zweite große Bad im Kreisteil in Hofgeismar. Kurzarbeit sei derzeit aber kein Thema, sagt Bürgermeister Markus Mannsbarth.

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