Gute beim Bad Karlshafener Oktoberfest

400 Gäste waren bei bayrischer Gaudi am Hafen dabei

In Feierlaune: Jan-Hendrik Ries, Jan Baumann (links, von vorn), Patrick Klafisch, Felix Rogasch (rechts, von vorn) hatten den Abend über mit Freunden mächtig Spaß. Immer mal wieder zog es die Gruppe von ihren Stühlen, um mitzuklatschen und zu tanzen.
+
In Feierlaune: Jan-Hendrik Ries, Jan Baumann (links, von vorn), Patrick Klafisch, Felix Rogasch (rechts, von vorn) hatten den Abend über mit Freunden mächtig Spaß. Immer mal wieder zog es die Gruppe von ihren Stühlen, um mitzuklatschen und zu tanzen.

Nach Sombrero-Optik und mexikanischem Gitarrenklang folgten Blasmusik, Dirndl und Brezeln: Kontrastreicher hätte das Oktoberfest am Samstag in Bad Karlshafen kaum verlaufen können.

Bad Karlshafen – Erstmals fand am Hafenbecken die bayrische Gaudi statt, die nach Aussage des Veranstalters kommendes Jahr „noch größer und besser“ werden soll.

„Wir haben uns vorgenommen Bad Karlshafen etwas wiederzubeleben“, sagte Torsten Reitmeier, der seit dem Frühsommer mit seiner Frau Melanie das Gasthaus Zum Landgraf Carl in der Kleinstadt betreibt. Deshalb ließ er sich nicht abhalten, ein 430 Mann fassendes Festzelt vor seiner Haustür am Hafen aufzubauen. „Wir haben uns für 2G entscheiden, weil wir sonst viel weniger Gäste hätten reinlassen dürfen und wesentlich mehr Sicherheitspersonal gebraucht hätten“, erklärte Reitmeier seine Entscheidung, weshalb er Ungeimpften den Eintritt zu verwehrte. Außerdem hätte sich niemand innerhalb des Zelts ohne Maske fortbewegen dürfen.

War das Zelt diesmal schon mehr als 500 Quadratmeter groß, so würde der 47-Jährige kommendes Jahr gerne noch eins draufsetzen: „Dann werden wir hoffentlich die Pandemie hinter uns haben und wieder ganz normal feiern können“, so seine Hoffnung für 2022.

Zurück zum Wochenende: Eingeleitet wurde das Fest von der Band „Dos Aguilas“, die mit typischer mexikanischer Musik unterhielten, Lieder wie „La Cucaracha“, die jeder im Ohr hat. Punkt 18 Uhr übernahm die Blaskapelle Lüchtringen. Mit Tuben, Hörnern oder Klarinetten, der klassischen Besetzung eben, zauberte die 25-köpfige Formation Stimmung in die Reihen. Vom Schützenliesl bis zur Vogelwiese, vom Böhmerwald bis Auf und nieder – was Laune machte, wurde angestimmt.

Dass die Auswahl beim Publikum ankam, zeigte sich in Schunkelrunden und Feiernden, feurig mitklatschten und tanzten. „Ausgelassen zu feiern hat uns allen doch gefehlt. Es tut gut, mal wieder unter Leuten zu sein“, meinte Besucherin Erika Hauser. Bevor DJ Jendrix gegen 22 Uhr den Unterhaltungspart übernahm, gab Festwirt Reitmeier noch die Gewinner der Tombola bekannt. „700 Euro sind dabei zusammengekommen, die der Jugendfeuerwehr hier im Ort zugutekommen soll.“ Und auch der Kindergarten in Helmarshausen soll eine kleine Summe aus den Tombolaeinnahmen erhalten.

Wenn auch nur wenige der insgesamt 400 Gäste im Dirndl und Lederhose zum Fest kamen, so wurde das Ohr mit zünftiger Bläsermusik und die Nase mit dem Duft von Haxen und Leberkäse auf bayrische Lebensart eingestimmt.

Gegen 23 Uhr ließ man die Veranstaltung langsam ausklingen und gegen Mitternacht hatte schließlich auch der letzte Gast das Zelt verlassen. (Tanja Temme)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.