Hafenöffnung in Bad Karlshafen

Arbeiten am Hafen starten in zwei Wochen

Bad KARLSHAFEN. Die Hafenöffnung in Bad Karlshafen geht in die Realisierungsphase. Jetzt stimmten die Stadtverordneten dem Ausschreibungsergebnis zu. Daraufhin wurde der Zuschlag an das Papenburger Bauunternehmen Johann Bunte erteilt. Baubeginn soll am 14. Juli sein.

Der Preis für das größte Bauprojekt in der Nordspitze liegt nun bei 6,49 Millionen Euro. Das seien knapp 380 000 Euro mehr als im Förderbudget vorgesehen war, so Otto. Hinzu kämen rund 120 000 Euro zusätzlich für externe Dienstleistungen im Zuge der Verlegung von Versorgungsleitungen.

Die Kostensteigerung sei zurückzuführen auf die allgemeine Teuerung in der Baubranche. „Die Konjunktur läuft auf Hochtouren, der Markt ist gesättigt“, sagt Projektleiter Björn Helfers von dem Hannoveraner Ingenieurbüro GRBV GmbH, das die Hafenöffnung federführend betreut. An der nationalen Ausschreibung hatten sich drei Firmen beteiligt. Die Firma Bunte sei der wirtschaftlichste Anbieter gewesen. Das Unternehmen, dessen Niederlassung im westfälischen Ahaus die Arbeiten übernehme, habe große Erfahrungen im Wasser-, Schleusen- und Brückenbau, so Helfers.

Trotz der Kostensteigerung um insgesamt 500 000 Euro sei die Finanzierung der Hafenöffnung weiterhin gesichert, sagt Otto. Auch für die Mehrkosten stünde noch einmal zusätzlich Fördergeld von Bund und Land sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) bereit. „Darum haben wir uns in den vergangenen Wochen mit vielen Unterstützern erfolgreich bemüht“, sagt Otto.

Wenn am 14. Juli der erste Spatenstich gemacht ist, „geht es mit den Arbeiten gleich in die Vollen“, sagt Helfers. Die Hafenöffnung muss bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Hintergrund

Der Bürgermeister ist erleichtert: „Gott sei dank, dass es geklappt hat“, sagt Ullrich Otto und verweist auf die Parlamentszustimmung zum Ausschreibungsergebnis. Denn ohne sie wäre die Hafenöffnung gestorben. Erledigt wäre das Projekt allerdings auch gewesen, wenn keine der zehn Firmen, die die Ausschreibungsunterlagen angefordert hatten, ein Angebot abgegeben hätten. „Es gibt solche Fälle“, sagt Projektleiter Björn Helfers. Dann bricht die Förderkulisse zusammen, und ein Projekt ist tot. „Ich bin froh, dass wir drei Angebote von potenten Anbietern hatten“, sagt Helfers. Die Hafenöffnung wird vom Bund aus dem Programm Nationale Projekte des Denkmalschutzes mit 5,5 Millionen Euro gefördert. 

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