Romantisches Angebot für Brautleute

Bad Karlshafen: Durch Schleuse in den „Hafen der Ehe“

Ein Motorboot der Wasserschutzpolizei aus Hann. Münden war vor zwei Jahren das erste, das durch die Schleuse in den Bad Karlshafener Hafen einfuhr. Noch in diesem Jahr will die Stadt Heiratswilligen anbieten, sich hier in den „Hafen der Ehe“ einschleusen zu lassen.  (Archivfoto)
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Ein Motorboot der Wasserschutzpolizei aus Hann. Münden war vor zwei Jahren das erste, das durch die Schleuse in den Bad Karlshafener Hafen einfuhr. Noch in diesem Jahr will die Stadt Heiratswilligen anbieten, sich hier in den „Hafen der Ehe“ einschleusen zu lassen. (Archivfoto)

In der Kurstadt Bad Karlshafen an der Weserkönnen Paare künftig durch eine Schleuse in den Hafen der Ehe schippern.

Bad Karlshafen ‒ „Die Leute zieht es ans Wasser.“ Das sagt Rainer Kowald, Geschäftsführer der Bad Karlshafen GmbH und weist darauf hin, dass die Stadt an Weser und Diemel viel Wasserfläche zu bieten hat.

Und dazu hat Bad Karlshafen auch noch einen Hafen. „Aus diesen tollen Gegebenheiten machen wir etwas Besonderes, wir haben Ideen“, sagt Kowald und erntet dabei während eines Pressegesprächs zustimmendes Nicken von Bürgermeister Marcus Dittrich. Kowald, früher unter anderem Geschäftsführer des Hessischen Heilbäderverbandes, ist in der Kurorte- und Tourismus-Szene des Landes immer noch gut vernetzt. Er kennt die neuesten Trends und weiß, was angesagt ist.

Auch bei heiratswilligen Paaren. War früher die Trauung vor dem Standesbeamten im Rathaus das Normale, so wollen heute viele Brautleute den Bund fürs Leben an besonderen Orten schließen. Dieser Nachfrage nach dem Besonderen wollen die Karlshafener schon bald mit einem einzigartig romantischen Angebot begegnen. Sie wollen nicht nur sprichwörtlich, sondern ganz real Brautleute in den „Hafen der Ehe“ einschleusen.

Einsteigen für die Fahrt ins Eheglück sollen die Hochzeiter am Weserufer. Entweder direkt in Bad Karlshafen oder etwas weiter stromauf- oder abwärts. Alsdann geht es mit dem Boot in den Kanal und die Schleuse. Dort schließen sich dann die Tore und das Boot mit dem erwartungsvollen Paar an Bord wird rauf in den historischen Hafen gehoben. „Auf dem großen Steg vor dem Rathaus kann dann die Trauung stattfinden“, sagt Kowald, „unter einem weißen Zelt natürlich.“

Beim Städtebautag 2016 wurden schon einmal Passagiere per Boot im Hafenbecken befördert. Archiv

Dass dies nicht nur eine Vision des GmbH-Chefs ist, sondern es tatsächlich schon Anfragen für Trauungen im Hafen gegeben hat, bestätigt Bürgermeister Dittrich. „Unser Standesamt ist bereit dazu.“ Als Projekt interkommunaler Zusammenarbeit führen die Bad Karlshafener das Standesamt gemeinsam mit der Nachbarstadt Trendelburg. Dort hat man bereits seit einigen Jahren Erfahrungen mit Trauungen in romantischem Ambiente gesammelt. Zum Beispiel auf der Burg Trendelburg oder im Wasserschloss Wülmersen.

Marcus Dittrich ist überzeugt davon, dass sich das Einschleusen in den „Hafen der Ehe“ im historischen Hafen zu einer besonderen Attraktion für Heiratswillige und deren Festgäste entwickeln wird.

Schleusenfahrten für Touristen

Der Karlshafener Hafen und seine Schleuse soll künftig nicht nur Brautleuten ein besonderes Erlebnis bieten, sondern auch anderen Wasserfreunden. „Wir werden in der Sommersaison einen Nachen chartern und damit Schleusenfahrten anbieten“, sagt Bad Karlshafen GmbH-Geschäftsführer Rainer Kowald. Der von einem Motor angetriebenen Nachen, ein auf der Weser traditioneller kleiner Fischer- oder Fährkahn, biete Platz für acht Personen und werde von einem erfahrenen Bootsführer gesteuert.

Die Fahrgäste sollen im Hafen einsteigen und durch die Schleuse auf die Weser gelangen. Dort geht es dann wahlweise entweder in Richtung Wahmbeck/Bodenfelde oder Herstelle/Beverungen. Die Tour, die wieder am Steg im Hafen endet, soll eineinhalb bis zwei Stunden dauern. Der Preis pro Person wird bei etwa 25 Euro liegen. Zunächst sollen die Schleusenfahrten an den Wochenenden angeboten werden. „Wir gehen davon aus, dass auch hier das Interesse groß sein wird“, sagen Kowald und Dittrich. (Gerd Henke)

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