Betonteile gefunden

Millionenprojekt in Bad Karlshafen: Eröffnung des Hafens gefährdet

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Einen Tauchgang beendet: Die Taucher Ben und Nelson, zwei Amerikaner, haben Steine und Betonbrocken in den noch im Kanal lagernden Körben zusammengetragen. Die Brocken hätten einfahrende Boote beschädigen können.

Brocken blockieren den Kanal des historischen Hafens in Bad Karlshafen. Das gefährdet die Eröffnungsfeier am Samstag. Nun sollen Taucher herausfinden, wie groß der Schaden im Becken ist. 

Der Termin steht seit Wochen fest: Am kommenden Samstag, 11. Mai, will die Stadt Bad Karlshafen die Wiedereröffnung des historischen Hafens mit einem großen Fest feiern. 

Doch ob die Eröffnung tatsächlich stattfinden wird, ist ungewiss. Bei einer Probebefahrung des Schleusenkanals hat die Wasserschutzpolizei große Betonbrocken auf der Sohle entdeckt.

Taucher untersuchen die Schleusensohle

Die Brocken liegen unter der Brücke Weserstraße/B 80, die im Zuge des Schleusenbaus vergangenes Jahr neu gebaut worden war. 

Der erste Verdacht, dass Unbekannte die Betonteile dort hingeschafft haben könnten, sei schnell der Erkenntnis gewichen, dass sie von unterhalb der Schleusensohle hochgedrückt worden seien, sagt Bürgermeister Marcus Dittrich. 

Das haben aus dem Kreis Holzminden angeforderte Taucher festgestellt.

Unter der Sohle des Kanals wurden beim Brückenneubau Wasserbausteine in der Baugrube versenkt, die mit Beton festgeklammert worden seien, sagt Dittrich. 

Aus diesem Beton hätten sich nun offenbar Teile gelöst.

Fachleute prüfen seit Mittwoch wie groß der Schaden ist. Offenbar ist das Loch, das der hochgedrückte Beton am Schleusenboden gerissen hat, bis zu 1,50 Meter groß. Ein Taucher habe komplett darin eintauchen können. 

Da der Kanal bis zu einem Meter hoch mit trübem Weserwasser gefüllt ist, ist von außen das Ausmaß des Loches am Boden nicht erkennbar.

Bis wann der Schaden behoben werden kann, ist unklar

Wie und ob überhaupt der Schaden am Kanalboden sich noch bis Samstag beheben lässt, müssen die Untersuchungen heute und morgen ergeben. 

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Von dem Plan, zur feierlichen Hafenöffnung am Samstag mehrere Schleusungen durchzuführen, um mehrfach Boote in den Hafen zu hieven, sei man schon abgerückt, sagt der Bürgermeister. 

Wahrscheinlich werde es nur eine Schleusung für ein Boot geben. Darin sollten dann der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Marco Wanderwitz sowie Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann als Ehrengäste einfahren.  

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