Versorgungsleitungen unter dem Fluss

Bad Karlshafen: Kasseler Firma baut Düker unter Weser

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Versorgungsleitungen hängen noch unter der Weserbrücke: Künftig verlaufen sie unter dem Flussbett. 

Bad Karlshafen. Noch hängen Ver- und Entsorgungsleitungen unter der alten Weserbrücke in Bad Karlshafen. Das wird bei der neuen Brücke, deren Bau im nächsten Jahr beginnen soll, nicht mehr der Fall sein.

Dann werden die Leitungen für Wasser, Kanal, Strom, Gas und Telefon unter dem Flussbett der Weser von einer zur anderen Uferseite geführt. So will es der Landkreis Kassel als Straßenbaulastträger haben.

Nach der öffentlichen Ausschreibung der Dükerung von Abwasser- und Soleleitung und der Steuerkabel für die Solebrunnen hat die Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend den Auftrag vergeben. Der günstigste Anbieter war die Kasseler Firma Konrad Emmeluth. Ihr Angebot bezifferte sich auf etwas mehr als 382 000 Euro. Drei Unternehmen hatten Angebote abgegeben, zehn hatten zuvor die Auftragsunterlagen angefordert.

Die Düker für die Leitungen für Erdgas, Strom und Telefonkabel werden indes die jeweiligen Versorger selber bauen. Sie werden auch die Kosten dafür übernehmen. Den Vorschlag der Stadt, die Dükerung für alle Leitungen zu organisieren und zu bauen und die einzelnen Versorger an den Kosten zu beteiligen, hatten EAM, Telekom und Co, abgelehnt. Die Unternehmen seien davon ausgegangen, die Arbeiten in eigener Regie kostengünstiger ausführen zu können, sagt Bürgermeister Ullrich Otto. Unabhängig davon wird der von der Stadt zu bauende Düker am nächsten an der Weserbrücke liegen und damit den kürzesten Weg beanspruchen.

Die EAM hat Mitte Oktober bereits mit den Arbeiten für ihren Düker begonnen. Die Arbeiten werden im sogenannten Bohrspülverfahren ausgeführt. Kosten für den 110 Meter langen Düker: rund 200 000 Euro.

Der Neubau der Weserbrücke wird mit rund 9,3 Millionen Euro veranschlagt. Für den Landkreis ist es im nächsten Jahr das teuerste Bauvorhaben. Das neue Bauwerk wird flussaufwärts in Höhe des Carolinums erstellt. Nach dem Abriss der alten Brücke wird es dann auf deren Platz geschoben. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr nächsten Jahres beginnen. Gegen Ende 2018 soll die neue Brücke dann für den Verkehr freigegeben werden.

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