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Raddampfer-Rückkehr soll 2020 Blicke aufs Wesertal ziehen

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Von: Thomas Thiele

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Raddampfer schaufelraddampfer Kaiser Wilhelm, fuhr von 1900 bis 1970 auf der Oberweser, wurde dann an das Elbschifffahrtsmuseum in Lauenburg an der Elbe verkauft. © Hans Joachim Boldt/nh

Die für den Sommer des nächsten Jahres angekündigte Rückkehr des Raddampfers Kaiser Wilhelm auf die Oberweser schlägt bereits hohe Wellen seit Bekanntwerden der konkreten Pläne.

Vor der offiziellen Veröffentlichung des Fahrplanes gab es bereits zahlreiche Anfragen nach Buchungen, auch von außerhalb Deutschlands. Die Touristiker an der Weser freuen sich unterdessen auf einen enormen Aufmerksamkeitsimpuls für ihre Region.

Der Dampfer wird, wie gemeldet, vom 17. Juli bis 2. August erstmals nach 50 Jahren wieder von der Elbe über den Elbe-Seiten-Kanal und den Mittellandkanal in sein Heimatgewässer zurückkehren und dann mehrmals in Etappen zwischen Hameln und dem Weser-Ursprung in Hann. Münden pendeln.

Der Verein zur Förderung des Lauenburger Schifffahrtsmuseums, dem der Dampfer seit 50 Jahren gehört, ist überzeugt, dass die Fahrt des dann 120 Jahre alten Raddampfers ein enormes Echo in Presse, Rundfunk und Fernsehen finden wird. Das teilte der Zahlmeister Holger Böttcher jetzt in einer Pressekonferenz in Hameln mit.

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Holger Böttcher, Zahlmeister © Thomas Thiele

Dieser Wunsch ist nicht utopisch: Sogar aus Australien sind schon Besuchergruppen angereist, um eine Tour auf einem der letzten weltweit noch fahrenden kohlebetriebenen Schaufelraddampfer mitzuerleben.

Dampfer war Flaggschiff

Hohe Erwartungen an die Rückkehr des Kaiser Wilhelm hat auch Harald Wanger, Geschäftsführer der Marketing und Tourismus-GmbH der Stadt Hameln. Hier gebe es nach seinen Angaben über vier Millionen Touristen und über 170.000 Übernachtungen pro Jahr. Diese Zahlen würden sich in Hameln und entlang der gesamten Oberweser allein schon durch die Schaulustigen am Ufer sicher deutlich steigern.

Der Dampfer Kaiser Wilhelm sei einmal das Flaggschiff der Oberweserfahrgastschifffahrt gewesen und die habe heute immer noch eine große touristische Bedeutung, sagte Wanger. Die Dampf-Sonderfahrt rücke sie wieder kräftig in den Blickpunkt. 

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