Windparks im Reinhardswald 

Bad Karlshafen steigt aus Windkraft aus - Oberweser wohl auch

Bad Karlshafen/Oberweser. Die Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) wird noch kleiner. Am Dienstag beschlossen die Bad Karlshafener Stadtverordneten den Austritt aus der Genossenschaft.

In zwei Wochen wird sich voraussichtlich auch Oberweser aus dem großen Windkraft-Projekt verabschieden. 

Von den ehemals zehn Gründungsmitgliedern der Energie-Genossenschaft werden in Kürze nur noch fünf dabei sein: ein Privatunternehmer sowie die Kommunen Trendelburg, Grebenstein, Immenhausen und Fuldatal.

In Bad Karlshafen waren es alle Fraktionen, die mit großer Mehrheit eine weitere Beteiligung an der Projektierung der beiden Windparks Langenberg und Farrenplatz im Reinhardswald ablehnten.

„Kann die Stadt vom Betrieb der Windparks profitieren?“ Diese Frage könnte jetzt noch nicht beantwortet werden, sagte Marcus Dittrich (FWG). Fest stehe jedoch, dass die Stadt beim Einstieg in die Projektierung Geld bereit stellen müsste, das sie nicht hat. Und außerdem sei man verwaltungstechnisch nicht in der Lage, diese Arbeit zu bewältigen. Ähnlich sah es Andrea Löschner (SPD): „Wir haben als Schutzschirmkommune mit Hafenöffnung und Stadtentwicklung so viel vor der Brust, da können wir diesem Risiko nicht zustimmen.“ Als einzigen Gewinner sieht Löschner das Land an, dem die hohen Pachteinnahmen sicher seien. Für Florian Kohlweg (AfD) wäre die weitere Beteiligung an der EGR „die leichtfertige Verschwendung von Steuergeldern“.

EGR-Vorsitzender Danny Sutor bedauerte das Ausscheiden Bad Karlshafens, zeigte aber auch Verständnis vor dem Hintergrund der schwierige finanziellen Lage der Stadt. Er verwies auf den „großen Druck, den die Bürgerinitiativen auf die Kommunen ausüben.“ Doch Sutor ist sicher: „Der Rest der EGR steht.“ 

Rubriklistenbild: © Thiele

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