Team #waswehtutwächst

Bodybuilding-Team übernimmt Fitnessstudio in Bad Karlshafen

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Trainieren für Bodybuilding-Wettkämpfe: Kathrin Becker, Grit Nawroth, Alexander Liebertz, Anna Maier und Marina Birke vom Team #waswehtutwächst. 

Trainieren, um auf die Bühne zu gehen: Das ist das Ziel der Bodybuilding-Gruppe #waswehtutwächst. In Bad Karlshafen übernehmen sie jetzt das Fitnessstudio. 

Intensives Training, strikte Diätpläne, Entbehrungen im Privatleben – der Alltag eines Bodybuilders ist hart. Im Sommer letzten Jahres hat sich ein Team zusammengefunden, deren Mitglieder die Leidenschaft zum körperformenden Leistungssport verbindet.

25 Mitglieder gehören zum Team #waswehtutwächst – ihre Treffen finden von nun an in Bad Karlshafen statt. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Alexander Liebertz, der vorher als Personaltrainer in Neukirchen arbeitete. „Hier haben mich die ersten Leute gefragt, ob ich sie auf Bodybuilding-Wettbewerbe vorbereiten kann“, erzählt der 36-Jährige. Nach sechs Wochen habe sich bereits ein Team von acht Leuten gefunden, von denen die Mehrzahl weiblich war.

Dabei stellte er sich eine Frage: Wie bringt ein 120-Kilo-Mann jungen Frauen weibliche Bodybuilding-Posen bei? „Ich habe daraufhin Anna Maier über Instagram angeschrieben – die erste Posingstunde hat sie nur wenige Wochen später gegeben“, erzählt Liebertz.

Die Kasselerin Maier ist in der Bodybuildingszene keine Unbekannte, wurde Deutsche Meisterin und hat zahlreiche weitere Titel gewonnen. Ihr gefällt Liebertz’ Idee, die beiden beschließen fortan zusammenzuarbeiten. Von ihren Teammitgliedern haben nur wenige Bühnenerfahrung. In der Wettkampf-Saison dieses Jahres wollen sie als Athleten antreten – dabei stehen sie alleine auf der Bühne. „Bodybuilding ist ein Einzelsport“, sagt Liebertz, „wir sind zwar ein Team, aber keine Mannschaft.“

Übernehmen das Sportstudio in Bad Karlshafen: Alexander Liebertz und Anna Maier. 

Studio eröffnet am 7. Januar

Seit dem ersten November haben sie das Fitnessstudio in Bad Karlshafen am Hafenplatz 14 übernommen, am Montag, 7. Januar, wird es eröffnen. Beide Trainer betreiben seit mehreren Jahren Bodybuilding, auch wenn ihre Wege dazu unterschiedlicher nicht sein könnten.

Liebertz, der früher übergewichtig war und im Fitnessstudio zum Bodybuilding kam, und Maier, die den Leistungssport als Ventil nutzte, um ihre Magersucht zu bekämpfen. „Ich habe Sport gemacht, um wieder richtig essen zu lernen “, erzählt die 33-jährige.

Der Sport verändere das Bild vom eigenen Körper, erzählt Liebertz: „Auch wenn mich manche Leute jetzt als Wandschrank wahrnehmen, habe ich dennoch das Gefühl, mehr antrainieren zu wollen und eine bessere Form zu bekommen“, sagt er. Die Sucht danach, noch trainierter zu werden und noch definiertere Muskeln zu bekommen, sei normal: „Zufriedenheit ist ein Stillstand – man will immer mehr“, sagt Maier.

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Bodybuilding: Das sind die Grundvoraussetzungen

Dabei wird der Sport zum täglichen Lebensinhalt der Athleten: „Der Sport prägt die eigene Identität“, sagt Liebertz.

Neben einem Job oder Studium lässt sich neben dem Sport nur noch wenig in der Freizeit unternehmen: „Mein Freund und ich haben 2018 an der Wettkampfsaison teilgenommen. Wir sind daneben fast nirgendwo hingegangen“, erzählt Mitglied Kathrin Becker.

Doch nicht jeden erfüllt der Sport alleine: „Bodybuilding hat mich jahrelang ausgefüllt, jetzt habe ich aber gemerkt, dass es nicht mehr reicht“, sagt Anna Maier. Sie wolle beides sein - Bodybuilderin und Privatperson.

Fragt man das Team, was Grundvoraussetzungen seien, um Bodybuilder werden zu können, fallen die Begriffe Leidenschaft, Disziplin und Genetik. Und „ein wenig Masochismus“, sagt Maier. Liebertz und Maier wollen ihre Teammitglieder aktiv in die Arbeit im Studio einbinden.

Archivvideo: Wie ein Bodybuilder sich auf die Meisterschaft vorbereitet

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