Bürgermeisterwahl in Bad Karlshafen: „Das wird eine Sympathiewahl“

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Marcus Dittrich oder Petra Werner? Wer von beiden der/die neue Bürgermeister/in in Bad Karlshafen wird, entscheidet sich in der Stichwahl am 21. Mai.

Bad Karlshafen. Für Petra Werner und Marcus Dittrich geht der Wahlkampf noch zwei Wochen weiter. Die beiden gehen am 21. Mai in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Bad Karlshafen.  

Dass sich Petra Werner Chancen auf ein gutes Abschneiden bei der Bürgermeisterwahl in Bad Karlshafen ausgerechnet hatte, las sich an einer E-Mail ab, die sie bereits am Sonntagnachmittag abgeschickt hatte: In der lud sie auch die Presse zum Treffen des „Team Werner“ in ein örtliches Lokal ein.

Ausgesprochene Jubelstimmung herrschte dann dort zwar noch nicht, aber die Freude über den ersten Platz im ersten Wahlgang war deutlich erkennbar. Die 53-Jährige wollte zwar „den Tag noch nicht vor dem Abend loben“, aber die tiefe Erleichterung über das gute Abschneiden war ihr anzusehen. „Dass ich aus einer Außenseiterposition so weit nach vorne gekommen bin, freut mich schon“, sagte sie, wies aber sogleich darauf hin, dass ihr Wahlkampf sich nun um zwei Wochen verlängern müsse. Werner: „Auch die Hausbesuche gehen weiter.“

Das gilt auch für Marcus Dittrich. Der 36-Jährige führte nach Auszählung des Wahlbezirks Helmarshausen und der Briefwähler noch mit der absoluten Mehrheit von 50,8 Prozent und hätte mit diesem Ergebnis die Wahl im ersten Durchgang gewonnen. Doch dann kam Karlshafen. In dem größten Wahlbezirk erzielte Petra Werner die absolute Mehrheit mit 57,4 Prozent. „Dass es eine Stichwahl geben würde, damit hatte ich grob gerechnet“, sagte Dittrich. Sein Ergebnis in Karlshafen bezeichnete er „als ein spezielles“. Dass er gerade hier in den verbleibenden 14 Tagen noch eine Schippe wird drauflegen müssen, ist ihm bewusst. Den Abstand zu Werner von 6,23 Prozentpunkten scheint für ihn aber aufholbar.

„Es hat leider nicht gereicht“, war der Kommentar von Ralf Betz zum Wahlausgang. Der 46-Jährige hatte die öffentliche Auszählung im Wahlbezirk 1 von Anfang an verfolgt und dort live mitverfolgen können, dass sein Stimmenpaket für eine Stichwahl bei Weitem nicht ausreichen würde. „Es isch wie‘s isch“, verfiel der gebürtige Schwabe ob dieser Erkenntnis trocken in seine Mundart.

Mit nur 28 Stimmen und einem Anteil von 1,5 Prozent war Marcel Maier der Verlierer des Abends. „Das ist enttäuschend, aber kein Grund zu trauern“, so der 37-Jährige. Weil er in München arbeite, habe er nicht richtig Wahlkampf machen können, nannte er den Grund für sein Scheitern. Wie Betz will auch Maier für die Stichwahl keine WahlEmpfehlung aussprechen. Da die Konzepte von Petra Werner und Marcus Dittrich fast identisch seien, werde die Stichwahl „eher ein Sympathie, denn eine fachliche Wahl“, schlussfolgerte Maier treffend.

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