Carolinum: Kur an der Weser ist im Nahen Osten gefragt

Carolinum in Karlshafen: Sechs bis acht Patienten plus Begleiter aus dem Nahen Osten sollen regelmäßig im Carolinum an der Weser kuren. Fotos: Löschner

Das Carolinum in Bad Karlshafen richtet sich momentan auf Patienten aus dem Ausland, vor allem den Nahen Osten, ein. Die ersten internationalen Gäste waren schon da.

Die Schließung der Kreisklinik in Helmarshausen musste auch das Carolinum erst einmal verdauen. Schließlich wurden von dort viele Hüft- und Kniepatienten zur Rehabilitation überwiesen. Das Haus mit 225 Rehabetten sei derzeit mit 3500 Patienten pro Jahr in den Fachbereichen Neurologie, Geriatrie und Orthopädie gut ausgelastet, berichtet Klinikleiter Karl-Georg Dittmar-Stern und führt das vor allem auf die medizinische Qualität und die hohe Patientenzufriedenheit zurück.

Letztere werde nicht nur durch die Qualitätssicherung der Kostenträger bestätigt - sie lässt sich auch in Bewertungsportalen im Internet nachlesen. Unter klinikbewertungen.de finden sich derzeit beispielsweise 178 überwiegend sehr positive Erfahrungsberichte zum Carolinum.

„Die Qualität und Zufriedenheit haben sich auch im Ausland herumgesprochen“, sagt Karl-Georg Dittmar-Stern, besonders im Nahen Osten sei man auf das Carolinum aufmerksam geworden, erste Patienten seien bereits hier zur Kur gewesen. „Das sind keine reichen Scheichs, sondern normale Patienten“, stellt Dittmar-Stern klar.

Besonders im Bereich der Neurologie seien Rehabilitationsmaßnahmen in vielen Ländern der Welt nicht in dem Maße verfügbar wie hier. „Mit unserem Chefarzt Prof. David Liebetanz und der Zusammenarbeit mit dem Göttinger Universitätsklinikum sind wir hier gut aufgestellt“, so Dittmar-Stern. Die Kosten der Behandlung im Ausland tragen die staatlichen Gesundheitssysteme der Länder oder die Patienten reisen als Selbstzahler an.

Das Carolinum schließe derzeit Verträge mit den Botschaften als Kostenträger. In den meisten Fällen reisen die Patienten mit Begleitpersonen an, deren Aufenthalt inklusive Taschengeld ebenfalls von den Botschaften finanziert wird. Für sie entwickelt das Carolinum Freizeitprogramme in der gesamten Umgebung, sodass auch das touristische Umfeld profitiert. Das freut auch den Bürgermeister: „Wir sind an vielfältigen Gästen in höchstem Maße interessiert und werden sie herzlich begrüßen“, so Ullrich Otto.

Die Umgebung mit Fluss und Wäldern kämen bei den Patienten aus dem Nahen Osten gut an, bei Bedarf steht ein Dolmetscher zur Verfügung und mit religionsadaptierten Mahlzeiten habe man im Carolinum bereits Erfahrung. Vorgesehen sei, regelmäßig etwa sechs bis acht Patienten plus Begleiter aus dem Nahen Osten in Bad Karlshafen zu versorgen. (zlö)

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