Driton Mazrekaj neuer Leiter der Marie-Durand-Schule

Auch in den Ferien sitzt Driton Mazrekaj teilweise am Schreibtisch. Am Montag geht dann der Schulbetrieb weiter. Foto:  Henke

Bad Karlshafen. Nach der Verabschiedung von Direktor Karl-Erwin Franz war die Stelle des Schulleiters an der Marie-Durand-Schule vakant. Doch nun ist der Posten wieder besetzt.

Der bisherige Stufenleiter der Klassen acht bis zehn, Driton Mazrekaj, ist vom Staatlichen Schulamt in Kassel mit der Aufgabe betraut worden. Der 40-Jährige steht seitdem als Schulleiter an der Spitze des 45-köpfigen Lehrerkollegiums.

Voraussichtlich im Februar 2017 wird Mazrekaj dann offiziell zum Direktor der MDS ernannt. Bis dahin läuft seine Probezeit auf diesem Dienstposten.

Seitdem Mazrekaj vor sechs Jahren von der Heinrich-Grupe-Schule in Grebenstein nach Bad Karlshafen wechselte, hat er bereits Erfahrungen sowohl auf dem Leitungsposten als Stufenleiter als auch in der Schulverwaltung gesammelt. Im Kasseler Schulamt sei er regelmäßig an Schulaufsichts- und Schulverwaltungsaufgaben herangeführt worden, sagt der neue Schulleiter. Zudem, so Mazrekaj, sei er in dieser Zeit von Karl-Erwin Franz auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet worden. „Er hat mich stets gefördert“, sagt Mazrekaj und macht aus seiner Dankbarkeit gegenüber Franz keinen Hehl.

Einzige IGS im Kreisteil

Die MDS ist die einzige Integrierte Gesamtschule (IGS) im Kreisteil Hofgeismar. Das besondere Merkmal einer IGS ist, dass hier die Schüler im Gegensatz zum dreigliedrigen Schulsystem länger gemeinsam lernen und hier stärker nach ihren eigenen Stärken, Interessen und Talenten gefördert werden. „Wir halten die Möglichkeit höherer Bildungsabschlüsse für unsere Schüler länger offen“, erklärt Mazrekaj den Vorteil der IGS.

Die Marie-Durand-Schule sieht der neue Schulleiter gut aufgestellt. So habe die Schule im November einen hervorragenden Inspektionsbericht der Lehrkräfte-Akademie erhalten. „Dieses hohe Niveau wollen wir halten und die Schule weiter entwickeln“, sagt Mazrekaj. „Denn nichts ist so gut, als dass es nicht noch besser werden kann“, zitiert er Willy Brandt.

So will er auch die „Lernzeit“ weiter entwickeln. Dieses seit einem Jahr angewandte Konzept sieht vor, dass die Schüler bereits in der Schule die Möglichkeit bekommen, den Stoff einzuüben und zu vertiefen und damit die Hausaufgaben nicht überladen werden. Hierbei sei die Schule auf gutem Weg, das werde auch die Evaluation dieses Modells zeigen.

Andere „große Themen“, denen sich die Schule weiter widmen werde, seien die Inklusion und individuelle Förderung sowie die Integration von Flüchtlings-Kindern. Für diesen Schülerkreis ist bereits vor Monaten eine Intensivklasse eingerichtet worden. Wenn demnächst noch mehr Flüchtlingskinder kommen, werde man noch eine zweite Intensivklasse einrichten. Derzeit sind es 14 Migrantenkinder zwischen zwölf und 16 Jahren, die an der MDS beschult werden. Insgesamt besuchen mehr als 500 Schüler - auch aus Niedersachsen und NRW - die Bad Karlshafener IGS.

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