Sanierung für 1,6 Millionen Euro nötig

Es regnet ins Bad Karlshafener Rathaus

Das weiße barocke Rathaus strahlt auf diesem sommerlichen Archivfoto im Sonnenschein.
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Müssen repariert werden: Dach und Fassade des barocken Rathauses in Bad Karlshafen.

In Bad Karlshafen kommt die nächste Großbaustelle: Das Dach des Rathauses ist undicht und bewegt sich.

Bad Karlshafen – Es regnet ins Bad Karlshafener Rathaus, doch ein Geldregen für die Reparatur ist in Sicht. Damit naht nach fast zehnjähriger Hafenbaustelle das nächste Großprojekt: Die Dach- und Fassadensanierung des Rathauses. das auf 1,6 Millionen Euro geschätzte Vorhaben stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie aus Lottomitteln 200 000 Euro zur Verfügung und schließt damit eine der letzten Finanzierungslücken.

Stadtbildprägender Bau

Grund für die Förderung ist, dass laut Denkmalexperten das stadtbildprägende, zentral am Hafen gelegene, barocke Rathaus eindrucksvoll das bürgerliche Selbstbewusstsein der hugenottischen Planstadt veranschauliche, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Besterhaltene Hugenottenstädte

Der repräsentative Bau mit seinem Landgrafensaal mit Spiegeldecke und Stuck von Andrea Gallasini sei auf Hilfe angewiesen, da durch die marode Dachdeckung Nässe in den Dachstuhl dringt und nicht nur dessen Konstruktion, sondern auch die Decke im zweiten Obergeschoss schädigt. Das Geld soll helfen, die statischen Schäden an der hölzernen Dachkonstruktion, die Schäden an der Dacheindeckung, der Kuppel über dem Landgrafensaal und den Mauerkronen zu beseitigen. Bad Karlshafen sei heute neben Erlangen das besterhaltene Beispiel einer deutschen Hugenottenstadt des 17. und 18. Jahrhunderts.

Es gibt Zuschüsse

Die Stadt Bad Karlshafen freue sich sehr über die Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bei der Dachsanierung, sagte Bürgermeister Marcus Dittrich in einer ersten Reaktion. Die Rathaussanierung ist noch Teil der „Nationalen Projekte des Städtebaus“, in deren Rahmen wegen der städtebaulichen Relevanz Dach und Fassade im Jahr 2022 und 2023 saniert werden können. Dafür gibt es 1,3 Millionen Euro, hinzu kommen noch die Mittel der Stiftung und das Landesamt für Denkmalpflege hat 125.000 Euro zugesagt.

Der Landgrafensaal kann erst nach der Dachreparatur saniert werden. Dazu müssen erst noch neue Geldquellen gefunden werden. Dasselbe gilt für weitere Maßnahmen wie Barrierefreiheit, Aufzug, Brandschutz, Gebäudetechnik, wofür es eine Machbarkeitsstudie als Vorentwurf gibt. (Thomas Thiele)

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