Festival auf der Krukenburg: Drei Bands und ein Solist aus dem hohen Norden dabei

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Hatten Spaß auf der Burg. Marcell Vetterlein (links) und Michael Jahn freuten sich, dass mal wieder etwas auf der Krukenburg los war. Bis 2004 gab es dort ein sehr erfolgreiches Festival

Helmarshausen. Wahren Idealismus lies Anja Rink auch dieses Jahr beim Krukenburg-Festival am Wochenende in Helmarshausen walten. Dass sie auch diesmal keine schwarzen Zahlen schreiben würden, war der norddeutschen Veranstalterin fast klar

Ganz im Gegenteil, abermals legten sie und ihr Mann Thorsten Geld drauf, wollen aber dennoch eine dritte Auflage von „Die Krukenburg rockt“ im kommenden Sommer wagen.

„So ein Event zu organisieren, macht mir einfach großen Spaß“, sagte die Oldenburgerin. Natürlich wäre es schön, wenn etwas Geld übrig bliebe, aber drei bis fünf Jahre brauche schließlich ein Festival, um sich zu etablieren – und diese Chance wolle sie ihm auch geben.

Als Rink vor drei Jahren im Carolinum in Bad Karlshafen zur Reha war, lernte sie die Burgruine kennen. „Ich habe mich sofort in diesen Ort verliebt – so etwas gibt es in unserer Region nicht“, bemerkte die 52-Jährige. Da nicht nur ihr Mann, sondern auch ihr Sohn in Bands spielen, richtet die Familie auch in ihrer Heimat alljährlich ein kleines Festival aus, ist praktisch so auf den Geschmack gekommen. Hinzu kommt, dass sich die Oldenburger mit der Zeit eine professionelle Ausstattung angeschafft haben, ob Bühne oder Mischpult, all das muss nicht gemietet werden.

Können gut unterhalten. Mit Claydown wurde das zweitägige Festival eröffnet. Freunde von schnellen Gitarren kamen auch bei ihnen auf ihre Kosten. Selbst bezeichnen die Musiker aus Norddeutschland ihren Stil als Alterntive-Rock.

Mit schnellem Alternative-Rock von Claydown starteten die Gäste am Freitagabend in das Festival. Fast zwei Stunden lang spielten die vier Jungs aus dem hohen Norden für das eher rare Publikum. Coverversion aus dem Hard-Rock Bereich standen anschließend auf dem Programm: Morty Pilot ließ die Gitarren knarren, rockte wahrlich die Burg. Der folgende Abend wurde von Singer-Songwriter Stenz eröffnet, der mit seiner Akkustikgitarre seine melodischen Kompositionen präsentierte. Echten Klassik-Rock gab es zum Ausklang mit den Mad Hats, die mit Stücken von den Beatles über Deep Purple bis hin zu Bob Marley unterhielten. Wirklich viel war an beiden Abenden in der mittelalterlichen Kulisse nicht los. „Der Samstag war schon wesentlich besser als der Freitagabend, aber es dürften gerne mehr sein“, so die Veranstalterin, die insgesamt rund 200 Besucher schätzte.

Die Bewirtung übernahm wie schon im Vorjahr der Heimatverein. „Zum Bratwurstgrillen hätten sie niemanden gefunden“, erklärte Vorsitzender Dieter Steinbrecher. Deshalb gebe es ein Stück Ahle Wurscht mit Brot. Bands aus dem nordhessischen Raum beim Festival zu integrieren lehnte Rinks erstmal ab: „Zum einen habe ich so viele Nachfragen aus unserer Region, die gerne hier mitmachen würden, zum anderen kenne ich die hiesigen Formationen nicht.“

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