30 Flüchtlinge ziehen in ehemaliges Hotel „Alt Carlshaven“

Hier sollen 30 Flüchtlinge einziehen: Das Hotel „Alt Carlshaven“ wird die vierte Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Bad Karlshafen. Foto: Löschner

Bad Karlshafen. In das ehemalige Hotel „Alt Carlshaven" im Zentrum von Bad Karlshafen ziehen im März 30 Flüchtlinge.

Damit betreibt der Landkreis Kassel dann die vierte Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Stadt: das alte Hotel Schöneck, die ehemalige Jugendherberge, das Hotel am Kurpark und das Hotel „Alt Carlshaven“.

„In der Unterkunft werden sowohl Alleinreisende als auch Familien untergebracht“, sagt Jörg Roßberg, Leiter des Fachbereichs Soziales des Landkreises Kassel. Woher die Asylbewerber stammen, ergebe sich in der Regel erst sehr kurzfristig. „Wir erhalten die Daten über die Anzahl und die Herkunftsländer der Flüchtlinge am Freitag jeder Woche - am folgenden Mittwoch ist dann Anreisetag.“

Der Eigentümer des „Alt Carlshaven“, Wolfgang Buttig, hatte sein Hotel für eine Winterpause im November vergangenen Jahres wie üblich geschlossen. Dann entschied er sich, das Hotel für Gäste nicht mehr zu öffnen und es an den Landkreis Kassel zu vermieten. „Damit habe ich einen Mieter für das ganze Jahr“, sagt Buttig auf Nachfrage unserer Zeitung.

Bad Karlshafen ist eine der Kommunen im Landkreis, in denen mit zurzeit 236 die meisten Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind. Hauptansatz des Kreises sie aber auch weiterhin, die Asylbewerber möglichst schnell in private Wohnungen zu vermitteln. „Unser Ziel bleibt es, viele Mietverhältnisse in Wohnungen zu realisieren, da dies die Integration und die Teilhabe am Leben in Deutschland am besten ermöglicht“, so Roßberg.

Bad Karlshafens Bürgermeister Ullrich Otto ist froh, dass sich der Landkreis um die Errichtung und Organisation der Gemeinschaftsunterkünfte kümmert. „Die Stadt profitiert von einer geordneten, organisierten Einrichtung“, sagte er. Das Hotel sei eine nachvollziehbare Option für den Landkreis, in Zeiten, in denen man nicht mehr auf solche Gebäude verzichten könne. Er habe aber den Eindruck gehabt, dass das „Alt Carlshaven“ von Gästen „eigentlich immer gut angenommen worden ist“. „Auch von der Ausstattung her war das Hotel sehr schön“, so der Rathauschef.

Im Kreisteil Hofgeismar tut sich zurzeit noch mehr beim Thema Flüchtlinge: Am Mittwoch sollen etwa 60 Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft auf dem früheren Gelände der Firma Fräger in Grebenstein einziehen.

In einer älteren Version des Artikels stand, dass 100 Asylbewerber in die Unterkunft auf dem Gelände der Firma Jäger ziehen werden. Diese Zahl wurde am Nachmittag auf 60 korrigiert.

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