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Hang unter alter B83 abgerutscht: Fahrbahn gesperrt

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Von: Thomas Thiele

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Vor und hinter einer Spundwand, die die Straße sichert, ist der aufgeweichte Erdboden in die Diemel gerutscht. Die Fahrbahn zur Flussseite wurde deshalb hier gesperrt.
Vor und hinter einer Spundwand, die die Straße sichert, ist der aufgeweichte Erdboden in die Diemel gerutscht. Die Fahrbahn zur Flussseite wurde deshalb hier gesperrt. © Markus Löschner

Die Bremer Straße zwischen Bad Karlshafen und Helmarshausen ist halbseitig gesperrt, weil eine Böschung mehrere Meter in die Diemel abrutschte.

Bad Karlshafen – Auf Behinderungen müssen sich Autofahrer bei Bad Karlshafen einstellen. An der Bremer Straße, der früheren Bundesstraße 83 zwischen Helmarshausen und Bad Karlshafen, ist kurz vor der Diemelbrücke die Böschung unterhalb der Fahrbahn auf mehreren Metern in die Diemel abgerutscht. Der Schaden befindet sich direkt gegenüber dem Überlauf des Mühlgrabens. Laut Bürgermeister Marcus Dittrich hat der städtische Bauhof eine Fahrspur gesperrt.

Die halbseitige Sperrung bleibt bis auf Weiteres bestehen, eine Vollsperrung sei wohl nicht nötig. Gestern sah sich ein Bodengutachter den Schaden an. Laut Bauamt sei mit einer Lösung zur Stabilisierung der Straße in mindestens 14 Tagen zu rechnen.

Die Unfallursache ist noch unbekannt - Wasserbehörde wurde informiert

Das Stadtbauamt und der Wasserverband Diemel waren vor Ort, auch die Obere Wasserbehörde wurde informiert. Zur Ursache ließ sich noch nichts sagen, dazu müsse der Wasserstand, der vor allem durch Rückstau aus der Weser verursacht wird, noch sinken. Es sei zwar gut, dass es seit Eröffnung der Umgehungsstraße dort weniger Verkehr gebe, aber es sei nicht so schön, dass nun die Stadt Bad Karlshafen für den zur Gemeindestraße abgestuften Bereich zuständig ist. Thomas Thiele

Der Erdrutsch befindet sich nahe der Fahrbahn neben einer großen Verkehrstafel.
Der Erdrutsch befindet sich nahe der Fahrbahn neben einer großen Verkehrstafel. © Marcus Dittrich

Wasserkraftwerksbetreiber Dr. Wolfram Malzfeldt teilte mit, dass die Böschung im Laufe der Jahre hauptsächlich durch Hochwasser unterspült wurde. Zusätzlich übte der gegenüberliegende Ablass des Mühlgrabens Druck auf die Böschung aus. Der Wasser-Ablass bestehe schon seit über 300 Jahren, seit Bau des Mühlgrabens und des Hafens. Er reguliere das Wasser im Mühlgraben, vor allem bei Hochwasser oder bei Reduzierung der Kraftwerks-Leistung (etwa bei Stromnetz-Überlastung). Als Sofortmaßnahme wurde der Wasserablass am Kraftwerk verschlossen, die Automatik zum Öffnen des Schützes abgeschaltet. So wird das Mühlgrabenwasser schon 800 Meter oberhalb in die Diemel geleitet. (Thomas Thiele)

Ein Erdrutsch sorgte vor Kurzem für eine Tunnel-Sperrung auf der A49. Zwar ist dieser nun wieder frei, der Streckenabschnitt steht allerdings unter besonderer Beobachtung.

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