Nutzung der kommunalen Website ist weiterhin eingeschränkt

Hackerangriff: Bad Karlshafener Homepage tagelang offline

+
Ein Hinweis macht die Nutzer auf technische Probleme der Karlshafener Homepage aufmerksam.

Die Homepage der Stadt Bad Karlshafen, die auf einem Server der Ekom21 liegt, war Ziel eines Hackerangriffs. 

Kurz vor Weihnachten, am 16. Dezember, erlebten Betreiber und Nutzer der Homepage der Stadt Bad Karlshafen eine Überraschung: Die Website war nicht mehr aufrufbar, Informationen konnte die Stadt über Tage nicht mehr über das Internet mitteilen. Grund für den Ausfall war ein Hacker-Angriff auf eine Plattform bei der Ekom 21 in Gießen.

Bei dem kommunalen Gebietsrechenzentrum werden mehrere Websites von hessischen Kommunen gepflegt und verwaltet. Um den Angriff abzuwehren, musste auch die Bad Karlshafener Seite komplett vom Netzt genommen und zurückgesetzt werden, erläutert Michel Fahrmeyer, IT-Administrator der Stadt. Die in der Zeit vor dem Angriff eingegegeben Daten und Infos hätten anschließend neu eingepflegt werden müssen.

Nutzung eingeschränkt

Voll funktionstüchtig ist die Homepage auch heute noch nicht. So stehen noch nicht alle Vorlagen wieder zur Verfügung, nicht alle Dokumente können heruntergeladen werden. Auch die Zugriffsmöglichkeiten der Stadtverordneten seien noch eingeschränkt, so Fahrmeyer. Ein Hinweis in roter Schrift macht die Nutzer darauf aufmerksam.

Stefan Thomas, Pressesprecher der Ekom21, sagt, dass die Ekom21 aufgrund von unverhältnismäßig hohen Zugriffsversuchen auf eine Internetseite am 16. Dezember auf den vermutlichen Hackerangriff aufmerksam geworden sei.

Forensisch untersucht

Aus Sicherheitsgründen sei dann der betroffene Server vom Netz genommen worden, „um diesen forensisch zu untersuchen“. Das übernahm das für Sicherheitsfragen in der IT zuständige Team CERT des Landes Hessen (Computer Emergency Response Team). Außerdem sei die Staatsanwaltschaft hinzugezogen worden. Nach dieser Quarantäne seien in der 51. Kalenderwoche die Webauftritte der Ekom21-Kunden auf einen Stand, der vor dem Angriff lag, zurückgesetzt. „Seitdem laufen die Systeme wieder“, sagt Thomas.

Der Ekom21-Sprecher weist darauf hin, dass das Rechenzentrum nur den Speicherplatz für die Dateien bereitstelle, aber nicht das Content-Management-System, also die Software zur Erstellung und Pflege von Websites. Das sei Sache der Kunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.