Hafenöffnung in Bad Karlshafen: Entscheidung in Sommerpause

Bad Karlshafen. Zwölf Unternehmen hatten Interesse daran, die Planung für den Schleusenneubau zur Wiederöffnung des Bad Karlshafener Hafens zu übernehmen. Drei Unternehmen sind nun in die engere Wahl gekommen, um Angebote abzugeben.

Diese Zwischenbilanz zog Bürgermeister Ullrich Otto auf Anfrage der HNA.

Das europaweite Interessenbekundungsverfahren ist inzwischen beendet, bei dem sich allerdings nur deutsche Planungsbüros meldeten. Die Stadt Bad Karlshafen und die Kanzlei KPMG suchten die drei erfolgversprechendsten Anbieter aus und forderten sie vor zehn Tagen zur Abgabe von Angeboten auf. Dies soll bis Ende Juni geschehen sein. Es handele sich um namhafte Planungsbüros und Bietergemeinschaften, die auch nochmals zu Gesprächen nach Bad Karlshafen kommen sollen, um ihre Pläne vorzustellen.

Sitzung in den Ferien

Man sei damit im Zeitplan, sagte Otto. Nach der Bieterpräsentation werde die endgültige Entscheidung fallen, welcher Planer das Großprojekt umsetzen soll. Die Stadtverordneten werden dann im August, also noch innerhalb der Sommerferien, zu einer Sondersitzung zusammenkommen und dann endgültig über die Umsetzung des Sechs-Millionen-Euro-Hafenprojektes entscheiden.

Wie berichtet, soll der seit Jahrzehnten verschlossene Zugang von der Weser zum historischen Hafenbecken wieder zu touristischen Zwecken geöffnet werden, wozu die Stadt erhebliche Zuschüsse erhalten soll. Geplant sind nach wie vor eine neue Schleusenkammer innerhalb des Hafenbeckens, weil nach der bisherigen Planung die historische Schleuse nicht dafür genutzt werden kann und die Schiffe und Boote erst unter der B 80 hindurchfahren müssen, bevor sie auf Hafenniveau angehoben werden können.

Eine Klapp- oder Drehbrücke wie früher kann nicht gebaut werden. Stattdessen wird eine neue „statische Überführung“ (Brücke) der Bundesstraße über den Kanal nötig. Außerdem muss ein großes Rückhaltebecken zum Wasseraufstauen für die Schleuse gebaut werden, wofür die Fläche unter dem Busparkplatz nahe Weser und alter Schleusenkammer vorgesehen ist.

Nähere Details kann die Stadt derzeit nicht bekanntgeben, weil das Verfahren noch läuft und die Ausschreibungsdetails nur an die offiziellen Bieter herausgegeben wurden.

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