Hafenöffnung in Bad Karlshafen: Es geht los

Bald kann es losgehen: Nachdem die Bad Karlshafener in einem Bürgerentscheid der Öffnung des Hafens zur Weser zugestimmt haben, wird das Projekt jetzt ersteinmal geplant. Foto: Löschner

Bad Karlshafen. Nachdem die Bad Karlshafener mit knapper Mehrheit der Öffnung des Hafens zur Weser zugestimmt hatten, „kann es jetzt losgehen", sagt Bürgermeister Ullrich Otto.

Doch bevor die Bauarbeiter anrücken, muss das auf knapp über sieben Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagte Projekt erst einmal von Ingenieuren geplant werden. Aufgrund der Bausumme müssen diese Ingenieurleistungen europaweit ausgeschrieben werden. „Um in diesem Verfahren nichts falsch zu machen und keine Formfehler zu begehen, müssen wir Fachleute an unsere Seite holen“, so der Bürgermeister.

Die Fachleute, die die Stadt in einem eigenen so genannten Interessenbekundungsverfahren gefunden hat, kommen aus einer Hamburger Kanzlei. Diese Kanzlei ist eine Tochtergesellschaft von KPMG, einer der größten deutschen Wirtschaftsprüfungs- und -beratungsgesellschaften. Mit einem einstimmigen Votum haben die Stadtverordneten in ihrer letzten Sitzung dieser Wahlperiode der Auftragsvergabe an KPMG zugestimmt.

Die Hamburger Kanzlei habe Erfahrung in der Begleitung von Hafen- und Schleusenprojekten, sagt Otto. Sie sei unter insgesamt sechs Anbietern ausgewählt worden, die ihr Interesse an dem Auftrag bekundet hätten.

Zwar habe die Stadt durch den Bürgerentscheid Zeit bei der Realisierung der Hafenöffnung verloren, doch er gehe davon aus, dass „wir die Ingenieurleistungen nach der Sommerpause vergeben können“, so der Bürgermeister.

Parallel zu dem EU-weiten Ausschreibungsverfahren läuft die Eigentumsübertragung der für den Schleusenbau benötigten Grundstücksflächen. Während das Land (Schlösser und Gärten) die für die Schleuse benötigte Fläche im Hafen an die Stadt übertragen soll, kommt der Schleusenkanal von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und die Fläche für das Brückenbauwerk von Hessen Mobil. Die Verträge würden derzeit erstellt, sagt Otto.

Die Hafenöffnung wird aus dem Programm Nationale Projekte des Denkmalschutzes vom Bund mit 5,5 Millionen Euro gefördert. Es ist dies die im vergangenen Jahr bundesweit dritthöchste Fördersumme.

Von den auf 6,1 Millionen Euro veranschlagten Baukosten muss die Stadt aus eigenmitteln zehn Prozent, also 600 000 Euro, beitragen. Weitere Mittel kommen vom Land sowie aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP). Das Projekt muss bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

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